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Taucha Berlin bevorzugt nördliche Variante für neue B 87
Region Taucha Berlin bevorzugt nördliche Variante für neue B 87
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14:19 19.05.2015
Marian Wendt Quelle: CDU

Dort sah er bereits eine Karte mit nördlicher Trassenführung. Doch bis zu einer endgültigen Entscheidung ist es noch ein weiter Weg.

Seit Jahren soll die Bundesstraße 87 zwischen Eilenburg und Leipzig neu gebaut werden. Damit könnte nicht nur das "Nadelöhr" Taucha umfahren, sondern die Parthestadt auch vom Schwerlastverkehr entlastet werden. Doch mit dem Streit um die Linienführung, der vor allem vom massiven Bürgerwiderstand gegen eine vom Freistaat favorisierte Trasse durch die Endmoränen- und Parthenlandschaft zwischen Borsdorf und Taucha geprägt wird, schien der Bau undurchführbar zu werden. Wendt jedoch ist von der Notwendigkeit des "Schlüsselprojektes als transeuropäische Achse zwischen West- und Osteuropa" überzeugt und will verhindern, dass dieses Vorhaben im Abschnitt Eilenburg-Leipzig wegen des Festhaltens an einem politisch kaum durchsetzbaren Trassenverlauf scheitert. Deshalb hatte er sich schon im Wahlkampf 2013 wie die Bürgerinitiativen und die Kommunen Taucha und Borsdorf gegen die Parthenauen-Variante ausgesprochen.

Nun erhält der 28-Jährige Rückendeckung aus Berlin. Dort hatte er sich gemeinsam mit der CDU-Bundestagsabgeordneten Katharina Landgraf aus dem Leipziger Land bei Staatssekretär Rainer Bomba eingefunden. "Die Argumente, die für eine nördliche Variante sprechen, sowie die Bürgerproteste gegen die südliche Trassenführung sind in Berlin gehört worden. Das Ministerium bevorzugt ebenfalls eine nördliche Variante. Der Staatssekretär zeigte uns sogar schon eine Karte mit nördlicher Linienführung", sagte gestern Wendt. Demnach könnte die neue B 87 von der Ortsumfahrung Wölpern bei Jesewitz weiter Richtung BMW-Werk gebaut und dort nördlich auf die B 2 geführt werden.

Sachsen hatte für den Bundesverkehrswegeplan 2015 vier B 87-n-Varianten vorgeschlagen und die geschätzten Kosten dafür aufgeführt: durch die Par-thenaue zur A 38 (72,5 Millionen Euro), eine Nordvariante bei Krostitz über die S 4 und die B 2 (94,5 Mio Euro), einen Verlauf nördlich von Taucha bei Jesewitz (78,6 Mio Euro) sowie eine südliche Variante zur B 6 mit teilweisem Einbezug der Parthenaue (87 Mio Euro). "Der Freistaat prüft noch und will dazu auch die sachsenweiten Verkehrszählungen nutzen. Die ,Tauchaer Erklärung' ist dort angekommen und wird als Stellungnahme mit berücksichtigt", sagte Wendt nach seinem Gespräch am Dienstag in Dresden bei dem zuständigen Abteilungsleiter in Sachsens Verkehrsministerium.

Der Bundestag werde nächstes Jahr nur über eine Variante entscheiden, ob diese in den Bundesverkehrswegeplan 2015 aufgenommen wird. "Außerdem muss diese Trasse in die neue Dringlichkeits-Kategorie ,Vordringlicher Bedarf Plus' aufgenommen werden. Dafür brauchen wir nicht nur gute Argumente, sondern für diese Trasse auch ein klares Zeichen der Geschlossenheit aus der Region Leipzig", sagte der Torgauer. Deshalb möchte er im Herbst Entscheidungsträger sowie die Bürgermeister der betroffenen Orte zu einem öffentlichen Forum einladen. Olaf Barth

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.04.2014
Olaf Barth

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