Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Taucha Bessere Bedingungen für Tauchas Notdienstkräfte
Region Taucha Bessere Bedingungen für Tauchas Notdienstkräfte
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:18 19.05.2015
Meißens DRK-Geschäftsführer Alexander Belikat (2. v. l.) übergibt dem für Schkeuditz und Taucha zuständigen Rettungsdienstleiter Rico Strobel den Schlüssel für die neue Tauchaer Rettungswache. Das freut auch Landrat Michael Czupalla und die Rettungsassistentinnen Susan Henska und Denise Winkler (v.l.). Quelle: Olaf Barth

Gestern übergab der Landkreis Nordsachsen als Träger des Rettungsdienstes eine modernisierte und ausgebaute Rettungswache in Taucha.

Der vom Landrat Michael Czupalla (CDU) erhaltene Schlüssel für die Rettungswache wanderte gar nicht erst in die Tasche von Alexander Belikat. Denn es war kein symbolischer, sondern der echte, sodass der Geschäftsführer des DRK Rettungsdienstes Meißen den Türöffner gleich an Rico Strobel weiterreichte. Der 39-Jährige leitet im ­Bereich Schkeuditz/Taucha den Rettungsdienst: "Wir sind mit dem Ergebnis des Ausbaus sehr zufrieden. Es gibt jetzt bessere Arbeitsbedingungen und mehr Platz. Außerdem konnten wir uns noch selbst mit Vorschlägen für die Ausstattung der Wache einbringen."

Der diensthabende Notarzt war gestern nicht dabei, er hatte einen Rettungseinsatz. "Alle Dienste sind besetzt. Wir haben im Monat einen Stamm von rund zehn Ärzten, die die Dienste rund um die Uhr absichern, und dass ohne Anschluss an ein Krankenhaus. Wir sind schon wie ein Familie", sagte Strobel nicht ohne Stolz. Die Mediziner aus dem Großraum Leipzig, einer kommt sogar aus Halle, sichern in ihrer Freizeit gegen eine Vergütung die Notarztversorgung ab. Der in Taucha wohnende Anästhesist und leitende Notarzt Carsten Jentzsch teilt die Dienste ein, arbeitet sonst im Krankenhaus in Bitterfeld.

Czupalla spricht bei der feierlichen Übergabe der Rettungswache von einem Qualitätssprung. Nicht nur eine Garage für den seit Januar zusätzlichen, nagelneuen Krankentransportwagen (KTW) wurde angebaut. Hinzu kamen auch weitere Dienst- und Sozialräume sowie ein Desinfektionsraum. Rund 220 000 Euro seien hier von September 2013 bis März 2014 investiert worden. Die Kosten werden von den Krankenkassen getragen. Ursprünglich war die Schkeuditzer Außenstelle Taucha nur für die Stationierung eines Rettungswagens konzipiert. Czupalla: "Aufgrund einer nachweisbaren notärztlichen Unterversorgung im Bereich Taucha, den angrenzenden Gemeinden des Landkreises Nordsachsen, von Ortsteilen der Stadt Leipzig sowie in Bereichen des Landkreises Leipzig wurde bereits 2008 zusätzlich ein Noteinsatzfahrzeug in Taucha stationiert. Dieses Jahr kam noch der KTW hinzu und die Mitarbeiterzahl erhöhte sich von damals neun auf jetzt 18." Insgesamt hat die Rettungswache Schkeuditz mit Taucha 36 Mitarbeiter, die pro Jahr rund 10 000 Einsätze fahren.

Nach der in Sachsen vorgeschriebenen Ausschreibung der Rettungsleistungen hatte zu Jahresbeginn im Bereich Schkeuditz/Taucha das DRK Meißen die Aufgabe von der Johanniter Unfallhilfe Leipzig/Nordsachsen übernommen (die LVZ berichtete). Alle hier schon langjährig tätigen Johanniter seien jetzt beim DRK. "Das ist alles sehr gut und ruhig abgelaufen. Wir sind froh, dass es so ist", sagte Rettungsassistentin Susan Henska. Und Strobel ist ein weiterer Punkt wichtig zu erwähnen: die gute Zusammenarbeit mit den Freiwilligen Feuerwehren Schkeuditz und Taucha. "Wenn wir die nicht hätten, würde es draußen nicht funktionieren."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.04.2014
Olaf Barth

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mühlen mahlen bekanntlich langsam. Bei der Verleihung des Mühlenpreises taten sie das wohl eher nicht, denn der Festakt zum 16. Mühlenpreis, der vom Landratsamt Nordsachsen, der Sparkasse Leipzig und der Leipziger Volkszeitung vergeben wird, ging am vergangenen Freitag im Bürgerhaus Eilenburg sehr unterhaltsam und kurzweilig über die Bühne.

19.05.2015

Die grundhaft ausgebaute Kreisstraße in Pönitz ist noch nicht für den öffentlichen Durchgangsverkehr frei gegeben, doch welche Höchstgeschwindigkeit hier künftig gilt, davon kündet bereits ein provisorisches Schild: 50 km/h.

19.05.2015

Das Team Wulf Catering aus Graßdorf hatte am Sonnabend die Tauchaer Mehrzweckhalle zum Ballsaal umgestaltet und darin zum Frühlingsball eingeladen. Zwei Leuchter aus unzähligen funkelnden LED's hatte die Firma Lightwolf aus Schkeuditz beigesteuert und damit die Halle als Festsaal erstrahlen lassen.

19.05.2015
Anzeige