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Besucherandrang beim Tag des offenen Tipi in Taucha

Mandan-Indianer Besucherandrang beim Tag des offenen Tipi in Taucha

Seit 1958 hat sich die kleine Gruppe der IG Mandan-Indianer Taucha-Leipzig der Kultur, dem Leben und den Sitten des Indianervolkes Nordamerikas verschrieben. In der „Hölle“ im Seegeritzer Wäldchen ist ihr Domizil. Alle zwei Jahre öffnen sie Blockhütte und Tipi zu einem Tag der offenen Tür.

Zielen will gelernt sein: Rüdiger Wegert (rechts) gibt dem jungen Schützen Tipps.

Quelle: Reinhard Rädler

Taucha. Seit 1958 hat sich die kleine Gruppe der IG Mandan-Indianer Taucha-Leipzig der Kultur, dem Leben und den Sitten des Indianervolkes Nordamerikas verschrieben. In der „Hölle“ im Seegeritzer Wäldchen ist ihr Domizil. Alle zwei Jahre öffnen sie Blockhütte und Tipi zu einem Tag der offenen Tür.

Marco Kottwitzkam am Samstag mit seinen Eltern aus Leipzig. „Ich wollte mal wissen, ob die Sachen der Indianer wirklich aus Leder sind“, sagte der Achtjährige neugierig. Bei den Vereinsmitgliedern Peter Winkel und Rüdiger Wegert konnte er sich überzeugen. Im Plains-Tipi erklärte Vorstandmitglied Kay Lorenz die Lebensweise der Indianer. Er hatte sein etwa sechs Quadratmeter großes Zelt mit typischen Haushaltgegenständen eingerichtet. So war eine Parfleche-Box zu bestaunen, die unter anderem zur Aufbewahrung von Bekleidung dient und mit ihren indianischen Ornamenten den Wohnbereich schmückt.

Und es gab wieder viele Mitmach-Angebote für die jüngsten Besucher. Sie konnten mit Pfeil und Bogen schießen, ihre Geschicklichkeit beim Hufeisenwerfen unter Beweis stellen, anhand von Federn Vogelarten und am Duft frische Kräuter bestimmen.

Gemeinsam tanzen und singen

In der Blockhütte gab es wie immer eine Ausstellung, diesmal dem Powwow gewidmet. „Darunter versteht man ein Treffen der Indianer, um gemeinsam zu tanzen, zu singen, Kontakte zu knüpfen und die indianische Kultur zu ehren. In Taucha gab es zuletzt 2013 ein Powwow in der Mehrzweckhalle“, informierte Vereinsmitglied Tobias Enge. Neben dem Bustle – ein Federschmuck der auf dem Rücken getragen wird – war traditionelle Tanz-Bekleidung zu sehen.

Das bunte und ungezwungene Treiben in der „Hölle“ kennt Maritta Mandry schon seit ihrer Kindheit. „Meine Eltern waren bei den Mandan-Indianern und ich war immer mit dabei“, erzählte die 53-jährige Tauchaerin, die sich passend in indianischer Art gekleidet hatte.

Mandan-Indianer gehören zu Taucha

Auch Tauchas Bürgermeister, Tobias Meier (FDP) war unter den Besuchern: „Ich bin in Taucha aufgewachsen und kenne es nicht anders: Die Mandan-Indianer gehören zu uns.“ Im Herbst habe es Gespräche gegeben, wie die Stadt den Verein unterstützen kann. Dabei sei es insbesondere um Fördergelder für die dringend notwendige Dachsanierung der 1961 errichteten Blockhütte gegangen, berichtete Meier.

„Unserem Verein gehören derzeit 20 Mitglieder an. Die meisten kommen aus Leipzig und dem Umland“, sagte Vereinsvorsitzende Nadin Loth. 2018 werde das 60-jährige Bestehen gefeiert – wie es sich gehört mit einem großen Powwow in der Mehrzweckhalle.

Von Reinhard Rädler

Taucha Seegeritzer Wäldchen 51.3798014 12.495054
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