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Taucha Bohrungen bei Dewitz haben mit Grundwasser zu tun
Region Taucha Bohrungen bei Dewitz haben mit Grundwasser zu tun
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17:58 30.12.2015
Peter König (links) und Christian Krüger entnehmen Bohrkerne, die dann von Geologen untersucht werden. Quelle: Foto: Olaf Barth
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Taucha

Wenige Tage vor Weihnachten sorgte bei Dewitz, ortsauswärts nahe der Straße Richtung Sehlis, ein baumhohes Bohrgerät bei Anwohnern für Sorgenfalten und dicke Fragezeichen. Finden hier etwa schon Baugrunduntersuchungen für die Südvariante einer neuen B 87 statt? Wird hier doch die mit Vehemenz von Bürgerinitiativen und Politikern be­kämpfte Querung der Parthenaue und der Tauchaer Endmoränenlandschaft vorangetrieben? „Nein, mit Straßenbau oder anderen Bauvorhaben hat die Bohrung nichts zu tun, sondern nur mit Grundwasser. An dem Ort wird eine Grundwasserstelle für das Landeswassernetz von Sachsen errichtet. Damit soll der Grundwasserstand beobachtet und die chemische Beschaffenheit des Wassers überprüft werden“, erklärte auf LVZ-Nachfrage Andrea Eckert. Die Geologin ist wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Torgauer Fugro Consult GmbH. Das Unternehmen handelt nach eigenen Angaben im Auftrag des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Derzeit würden in verschiedenen Gebieten Sachsens Messstellen eingerichtet. Anhand geologischer Karten und Angaben würden die Standorte wie jener bei Dewitz festgelegt. Vorgesehen sei, bis zu 25 Meter zu bohren. Mittels der nach oben beförderten Erdproben in den Bohrkernen würde dann nach einer Untersuchung, zum Beispiel der Körnungsmerkmale, festgelegt, wo die Filter eingebaut werden sollen. „Wir planen und betreuen das Vorhaben, die Bohrung selbst wurde ausgeschrieben“, sagte Eckert.

Bei Dewitz waren zwei Facharbeiter für geologische Bohrungen von der Torgauer BLZ Geotechnik Service GmbH mit dem Auftrag beschäftigt. Peter König und Christian Krüger arbeiteten sich mit dem Kernbohr-Schlaggerät Meter für Meter durch den Geschiebemergel tiefer in den Boden vor. „Wir hoffen auf wasserführende Schichten wie Sand oder Kies“, sagte Krüger, als sie bei einer Tiefe von zehn Metern angekommen waren. Bis maximal 30 Meter würden sie bei dem Auftrag die Bohrung vorantreiben können. Nach jedem Meter wird das Kernrohr nach oben befördert. Darin befindet sich ein PVC-Innenrohr. Es ist der ein Meter lange, sogenannte Liner. In ihm befindet sich die Erdprobe. König beschriftet sorgfältig jeden Liner, ehe er in einen Transportbehälter gelegt wird. Erst an der Arbeitsstätte der Experten wird der Liner aufgesägt, um dann die Probe entnehmen und untersuchen zu können.

Von Olaf Barth

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