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Taucha Bowling-Dschungel Taucha in Sicht
Region Taucha Bowling-Dschungel Taucha in Sicht
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21:00 26.04.2010
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Taucha

„Hier im Erdgeschoss kommen insgesamt vier Bahnen rein. Die Zwischenwände müssen natürlich vorher noch alle raus.“ René Werner kann sich schon gut vorstellen, wie die Kugeln in dem lange leer stehenden Gebäude hinter dem Kino rollen. Ansonsten will er im Untergeschoss noch eine Gastronomie unterbringen, dazu Toiletten und ähnliches. „Und im Obergeschoss planen wir einen Saal für rund 150 Leute und zwei kleine Wohnungen, die aber schon vergeben sind“, erzählt der umtriebige Geschäftsmann. Hinter dem Eingang werde noch ein Freisitz angelegt. „Den werden wir gut abschirmen, denn wir wollen ja keinen Ärger mit den Nachbarn“, sagt er. Ohnehin sei dort die Gastronomie nur bis 22 Uhr vorgesehen. Das brach liegende Grundstück zwischen dem zuletzt von Panasonic als Bürohaus genutzten Gebäude und dem Kino erwarb Werner gleich mit. „Dort möchte ich die Parkplätze schaffen, die für das Projekt benötigt werden.“ Der Teil unmittelbar am Kino wiederum werde mit einem kleinen Einfamilienhaus bebaut – „für mich“, sagt Werner. Wenn alles gut geht, könnten die Bowlingbahnen noch im diesem Jahr öffnen, „der Saal oben wird aber sicher erst 2011 fertig“, erzählt er. Derzeit werde im Gebäude aufgeräumt, Vandalen hätten in dem ungenutzten Haus die gesamte eigentlich noch intakte Heizungsanlage zerlegt. „Die haben alle Kupferrohre hier herausgeschnitten“, schimpft Werner. Der Schaden betrage 30 000 Euro. „Jetzt ist ein Wachschutz beauftragt“, warnt er eventuelle Nachahmer. Im Haus wird derzeit der Umbau vorbereitet. „In den nächsten Tagen geht der Bauantrag an die Stadt“, so Werner. Dem Rathaus sei die Maßnahme jedoch vorangezeigt. Es habe eine erste Abstimmung gegeben. Bauamtschefin Barbara Stein bestätigt das. Das Gebäude liege in einem allgemeinen Wohngebiet. Sportlich-soziale und kulturelle Einrichten seien dort grundsätzlich zulässig, erläutert sie, ohne sich zu der konkreten Maßnahme im Detail festlegen zu wollen. Alles, was der Versorgung der Bevölkerung diene, sei grundsätzlich zulässig. Parkplätze könnten unter Berücksichtigung des Lärmschutzes eingerichtet werden. Werner möchte das Objekt selber bewirtschaften. Gerade die Nähe zur Straßenbahnendstelle und zum Kino biete viele Vorteile. „Mit dem Kinobetreiber habe ich schon zusammengesessen. Wir haben die tollsten Pläne geschmiedet“, freut sich Werner auf eine gedeihliche Zusammenarbeit. „Im Saal bei mir wird es darüberhinaus einmal im Monat ein große Veranstaltung fürs breite Publikum geben, an den restlichen Tagen kann er gemietet werden“, erläutert er. Den Tauchaer Aktionskünstler Jo Herz hat sich Werner mit ins Boot geholt. „Er hat das Logo für den Treff entwickelt“, erklärt Werner. Bowling-Dschungel Taucha soll die Einrichtung heißen und ein entsprechendes Flair vermitteln. „Jo Herz wird auch die Fassade und die Frontwand des Hauses entsprechend farblich gestalten“, freut sich Werner. Herz wiederum schaut mit Freude auch auf die Veranstaltungen, die künftig in Taucha möglich werden. „Ein richtiger Saal in dieser Größenordnung fehlt bislang in unserer Stadt“, weiß nicht nur er.

Jörg ter Vehn

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