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Taucha Boxer-Hunde beweisen gute Nase und Disziplin
Region Taucha Boxer-Hunde beweisen gute Nase und Disziplin
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07:00 16.10.2017
Die Flucht des Schutzdiensthelfers muss durch energisches und kräftiges Zubeißen des Hundes wirksam vereitelt werden.
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Taucha

Auf dem Fußballrasen im Tauchaer Sport- und Freizeitzentrum gab es am Wochenende weder Tore noch rote oder gelbe Karten zu sehen und trotzdem war die Tribüne mit Zuschauern sehr gut besetzt: Die Boxergruppe Leipzig durfte die 80. Deutsche Meisterschaft für den Boxer-Klub München in der IPO (Internationale Prüfungsordnung) ausrichten. Damit war Taucha in diesem Jahr, nach der Deutschen Meisterschaft für Schäferhunde Ende Juni, schon zum zweiten Mal Gastgeber für eine Landesmeisterschaft der Hundesportler.

25 Boxer-Teams aus neun Bundesländern hatten sich nach den strengen IPO-Regeln mit geforderten jeweils mehr als 80 Punkten in den Abteilungen Fährte, Unterordnung und Schutzdienst für die diesjährige Meisterschaft qualifiziert, darunter Anke Süß aus Frankenberg mit ihrer „Dorothea vom Mesumer Land“ als einzige sächsische Vertreterin. Die Startreihenfolge wurde ausgelost. Die Hunde mussten alle drei Prüfungen absolvieren, bevor sich der gesamtpunktbeste Vierbeiner samt Herrchen oder Frauchen mit dem Meistertitel schmücken durfte. „Die für die Hunde anstrengendste Disziplin ist die Fährtensuche. Hier müssen sich die Tiere sehr stark konzentrieren“ informierte die 2. Vorsitzende der Leipziger Boxergruppe, Kathrin Gorski. Drei Stunden vor der Wertung wurden auf einem Feldstück bei Hohenheida von Fährtenlegern Strecken markiert, auf denen die Hunde dann sechs Gegenstände finden mussten. Die Prüfungen in der Unterordnung und im Schutzdienst fanden im Stadion vor fachkundigem Publikum statt, das mit anerkennendem Beifall nicht sparte.

Bei der Unterordnung müssen die Hunde ohne Leine auf Handbewegungen oder Kommandos ihres Hundeführers reagieren oder sich dessen unterschiedlichem Schritttempo anpassen. Wie sich die Tiere, freilaufend und aus vollem Tempolauf heraus, auf lautes Kommando ihres gut fünfzig Meter entfernt stehenden Hundeführers plötzlich flach auf den Rasen legten und auf der Stelle verharrten, war besonders beeindruckend

Beim Schutzdienst galt es für die Hunde, einen hinter einem Zelt versteckten Helfer zu verbellen oder ihn frei über den Platz nachlaufend zu stellen. Hier wurde unter anderem der feste Biss in den Schutzarm des Helfers bewertet. Ein weiteres Kriterium war die Disziplin des Hundes während der Bewachungsphase, bei der der Helfer nicht mehr gefasst werden darf. Verstöße führen wegen Ungehorsam zur Disqualifikation.

„Wir müssen völlig neutral reagieren, so dass die Hunde von uns weder positiv, noch negativ beeinflusst werden“, erklärte Alexander Barthel von der Landesgruppe Hessen, einer der drei Schutzdiensthelfer. „Das kann auch nicht jeder machen. Wir haben dazu spezielle Qualifikationen in Theorie und Praxis abgelegt. Kräftezehrend ist es auch noch, denn die Hunde wiegen weit über 30 Kilo“, so der verschwitzte Rüsselsheimer.

Die Boxerfreunde aus ganz Deutschland nutzten die Meisterschaft natürlich auch, um an den Wettkampftagen - und am Samstag bei einem stimmungsvollen Festabend in der Mehrzweckhalle - Kontakte und Freundschaften zu knüpfen und zu pflegen. Viele Hundefreunde waren dazu extra angereist, um ihre Starter aus den Landesgruppen zu unterstützen oder nur, um sich zu treffen, wie Sarah aus Berlin-Zehlendorf, die mit 16 Boxerfreunden nach Taucha gekommen war. Am Sonntagnachmittag stand dann der Sieger fest: Maik Schubert aus Sachsen-Anhalt mit Hunter von Hollermorgen.

Von Reinhard Rädler

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