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Taucha „Boygroup“ schwingt den Presslufthammer
Region Taucha „Boygroup“ schwingt den Presslufthammer
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08:48 30.07.2011
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ße Teile der Asphaltdecke in kleine Stücke zertrümmert. Wo sonst im dichten Blätterwerk der Straßenbäume Amseln und Spatzen zum lieblichen Morgenkonzert laden, herrschte ohrenbetäubender Lärm. Seit letzten Mittwoch dauerte die aufwendige Baumaßnahme an. Sie ist Teil des umfassenden Schlagloch-Flick-Programms der Stadt (die LVZ berichtete). Nach und nach sollen Buckelpisten und Winterschäden beseitigt werden. Zur Zeit sei die Hälfte der Löcher gestopft, informierte Marco Haferburg, der Leiter des Bauhofs.

Baggerfahrer Mirco Krumbiegel, Vorarbeiter Jens Gumprecht und Straßenbauer Steffen Lichtenfeld - diese drei Männer rücken selbst den ärgsten Schlaglöchern der Parthestadt zu Leibe. „Wir sind eine Boygroup", sagt Steffen Lichterfeld und grinst amüsiert. Jeder könne sich auf den anderen verlassen. Das sei wichtig, denn Straßen reparieren könne man nur in einem funktionierenden Team. Klare Worte statt Missverständnisse. Zupacken statt zugucken. Mit diesen Einstellungen gehen die Männer täglich ans Werk. Und die Arbeit ist hart und schweißtreibend: Nachdem der alte Asphalt zerhackt, weg geschippt und abtransportiert ist, tragen sie eine frische Asphaltdecke in verschiedenen Schichten auf. Auf eine Schotterschicht kippen die Männer zunächst eine spezielle Mischung aus Bitumen und Gesteinskörnern. Vier Zentimeter dick, bildet sie als so genannte „Tragschicht" die Grundlage für die eigentliche Fahrbahndecke. Insgesamt acht Zentimeter dick ist am Ende die neue Straße. In einem letzten Arbeitsschritt werden dann noch die Fugen vergossen und das Schlagloch ist Geschichte.

„Damit sind die reparierten Straßenteile sogar haltbarer als der Rest der Fahrbahn", sagt Steffen Lichterfeld. Denn früher, als die Straße gebaut wurde, wurde ziemlich geschludert: Auf den Schotteruntergrund wurden bloß einige Zentimeter Asphaltdecke aufgebracht - zu wenig, insbesondere für die schweren Autos der Müllabfuhr. Der letzte Winter gab der Straße den Rest. Schlagloch reihte sich an Schlagloch. Autofahrer mussten wegen der tiefen Krater um Stoßdämpfer und Reifen fürchten.

Benjamin Böhme

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