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Taucha „Brachialgewalt ist beispiellos“
Region Taucha „Brachialgewalt ist beispiellos“
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10:00 22.10.2011
Die Lichtwürfel sollen eigentlich den Weg im Park am Tag verschönern und nachts beleuchten. Stattdessen werden diese immer wieder demoliert. Quelle: Alexander Bley
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Taucha

Immer wieder werden die auf dem Betonfundament fest verankerten Stahlkonstrukte von Unbekannten malträtiert. Donnerstagnacht erreichte das eine neue Qualität. Deshalb werden zukünftig die Streifen von Polizei, Ordnungsamt und der Sicherheitswacht in diesem Bereich erhöht. Außerdem fordert Bürgermeister Holger Schirmbeck (SPD) mehr Courage, die Vorfälle zu melden.

„Vandalismus in Reinkultur“, befand Elke Böttcher den traurigen Anblick, den sie am frühen Freitagmorgen auf dem Weg zur Arbeit im Park machen musste. „Regelmäßig werden die zerstört, regelmäßig werden sie repariert“, macht sie ihrem Unmut Luft. Und dabei gelten die Würfel als „vandalismussicher“, wie Bauamtsleiterin Barbara Stein bestätigt. So wurden die Würfel einst fest mit dem Fundament verschraubt. „Da braucht man schon Werkzeug, auch um die Lampen aus den Fassungen zu bekommen“, sagte sie. Traurige Bilanz: Mindestens die Hälfte der Lampen wurden zerstört, einige Würfel sogar aus dem Fundament gerissen, die Leitungen gekappt. Mehrere 1000 Euro haben die Reparaturen bisher gekostet. Wie viel es dieses Mal wird kann erst Montag gesagt werden.

Vandalismus in diesem Bereich des Parks ist nicht neu. Schon die Laternen am Verbindungsweg zwischen Stadion und Parthebad wurden damals zerstört. Dennoch verteidigen Schirmbeck und Stein die bewusste Entscheidung, an jene Stelle die Lichtwürfel zu setzen. „Das ist ein gut frequentierter Weg in die Innenstadt“, betonte Stein.

„Wir müssen generell darüber nachdenken, wie wir in Zukunft mit solchen Schäden umgehen“, zeigte sich Schirmbeck konsterniert. „Diese Brachialgewalt ist beispiellos.“ Neben dem Bürgermeister appelliert auch die Bauamtsleiterin an die Bürger, Vorfälle zu melden. „Es muss keiner die Courage haben, die Leute davon abzuhalten, aber die Courage, es zumindest zu melden.“

Alexander Bley

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