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Taucha Brand zerstört Lasergame-Vereinsheim
Region Taucha Brand zerstört Lasergame-Vereinsheim
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08:00 15.02.2012
Kaum verwertbare Spuren: Experten der Kripo suchen in den Schuttresten nach der möglichen Brandursache. Quelle: Jörg ter Vehn
Taucha

Die Erschöpfung stand den Kameraden der Tauchaer und Merkwitzer Feuerwehr gestern Vormittag in Gesicht geschrieben. Die meisten der 21 Einsatzkräfte hatten am Vortag gearbeitet, Wehrleiter Cliff Winkler sogar Spätschicht gehabt, als kurz vor Mitternacht nach viel zu kurzer Feierabendpause die Sirenen in Taucha zum Einsatz riefen und Flammen über dem Mimo-Wäldchen die Nacht zum Tag machten. „Als wir ankamen, brannte die Baracke lichterloh“, erzählte Winkler gestern. „Da war nichts mehr zu retten, wir haben sie kontrolliert abbrennen lassen müssen.“

Leipzig. Auf einem ehemaligen Militärgelände in Taucha ist in der Nacht zum Dienstag ein 60 Meter langes Verwaltungsgebäude abgebrannt. Gegen Mitternacht wurde die Freiwillige Feuerwehr der Kleinstadt durch einen Notruf alarmiert, die meterhohen Flammen waren weithin sichtbar. Das Gebäude wurde in den vergangenen Monaten vom Lasergame Leipzig e.V. als Vereinsheim genutzt. 

Die Teerpappe auf dem Dach des rund 40 Meter langen Gebäudes habe in Flammen gestanden, innendrin seien immer wieder Sauerstoffflaschen durch die Hitze mit lautem Pfiff und Stichflammen abgegangen. „Dadurch konnten wir auch nicht in die Halle“, erklärte Winkler. Ein Dieselaggregat samt Tank mit unbekannter Menge Inhalt sei von den Kameraden geschützt worden – jener Gebäudeteil war am Morgen der einzige, der nach mehr als fünf Stunden Dauerfeuer noch unbeschadet stand. Der Rest war eine qualmende Masse, die immer wieder aufloderte.

Das THW Leipzig drückte mit schwerem Gerät einsturzgefährdete Wände ein, holte den qualmenden Schutt aus dem Gemäuerresten, damit die Wehr Glutnester ablöschen konnte. Für das Technische Hilfswerk war es eine unfreiwillige Rückkehr zu den Wurzeln: „Die Baracke war nach der Wende unsere erste Ausbildungsstätte“, erzählte Einsatzleiter Norbert Riemer.

„Wir hatten das Gebäude neu isoliert, die Küche erneuert“ – fassungslos stand Jörg Pätzscher vom Lasergame-Verein Leipzig am Vormittag vor der Ruine. Das Haus sei als Vereinsheim genutzt worden, als gemütlicher Treff für Feiern, Grillabende und ähnliches, erzählte er. So habe es am Vorabend wohl ein Treffen der Paintballer dort gegeben, sagte er. Hintergrund: Paintball und Lasergame sind moderne Sportarten, bei denen mit Lichtgewehren (Laser) und druckluftbetriebenen Pistolen auf Gegner in einem Parcours „geschossen“ und um den Sieg in einer Art Geländespiel gerungen wird.

Der Verein hatte ursprünglich das Areal von Besitzer Stefan Hanöffner gepachtet, um dort eine große derartige Anlage zu errichten. Nachdem der Kreis die nötige Nutzungsänderung für die Gebäude versagte und später eine Nutzung förmlich verbot, wurde es ruhig um den Verein – die Spuren im Schnee rund um den Outdoor-Parcours belegten gestern jedoch allerlei Aktivitäten.

Brandursachenermittler der Kripo nahmen gestern ihre Arbeit auf, machten aber wenig Hoffnung, verwendbare Spuren zu finden. Auf dem Areal hatte es in der Vergangenheit schon oft gebrannt. „Eigentlich überall schon einmal“, so Wehrleiter Winkler. „Nur in der Baracke noch nicht.“

Jörg ter Vehn

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