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Brandschutzkonzept schafft Grundlage für Veränderungen

Brandschutzkonzept schafft Grundlage für Veränderungen

Das Brandschutzkonzept für das Rittergutsschloss Taucha ist so gut wie fertig. Auf seiner Basis könnten weitere Veränderungen auf dem Schloss nun angegangen werden, so die Stadt.

Taucha. Im Entwurf liegt das Paper schon vor, nötige Änderungen seien auch schon mit dem Planer sowie dem für den Brandschutz zuständigen Ordnungsamt durchgesprochen, so Bauamtsleiterin Barbara Stein gestern. Auch mit dem Landratsamt sei das Papier abgestimmt. Das endgültige Konzept werde daher in diesen Tagen im Rathaus eintreffen. „Das Brandschutzkonzept bildet die Basis für die weitere Nutzung des Rittergutsschlosses“, erklärte Stein die Bedeutung.

Gefordert worden war es vom Landratsamt, nachdem in immer mehr Häuser auf dem Areal Leben einzog. Bis dato seien immer einzelne Genehmigungen möglich gewesen, sei Stein. Aber bei immer mehr Nutzungen stelle sich auch die Frage, was bei gleichzeitiger Inanspruchnahme mehrerer Häuser geschehen könne. Im Auftrag der Stadt als Eigentümer des Komplexes seien daher Fluchtwege für die Besucher, An- und Abfahrtswege für Rettungsfahrzeuge, Brandabschnitte und mehr untersucht worden.

Im Ergebnis sehe das Konzept im eigentlichen Rundling zwei Brandabschnitte vor, für die bereits jetzt schon eine Brandmauer zwischen den Häusern sieben und acht bestehe. Die weiteren Häuser seien lediglich verschiedene Nutzungssektionen, bei denen brandhemmende Materialien zur Trennung der Eingänge genügten. Damit könnten sich zum Beispiel zwei Häuser ein Treppenhaus teilen, was die Umbaukosten senke und den Vereinen, die die Häuser für sich umbauen wollen, entgegenkomme, so Stein. Wie berichtet, hatten Schlossverein und Heimatverein Ansprüche auf neue Räume und Häuser geltend gemacht. Der Vorstand des Partheboots-Vereins habe seine ursprünglich bekundete Absicht schriftlich widerrufen, so Stein.

Das Gutachten regele auch die Zahl der maximalen Besucher je Haus, erläuterte sie. Rein flächenmäßig habe das Papier maximal 540 Gäste in der Kulturscheune erlauben wollen, sinnvoll sei aus ihrer Sicht wegen der baulichen Situation aber nur die Hälfte. Bis zu 1000 Besucher im Innenhof seien zeitgleich erlaubt.

Im Konzept stehe auch, dass entlang der Häuser im Schlosshof ein vier bis fünf Meter breiter Streifen künftig als Rettungsweg diene und nicht mehr mit Ständen zugebaut werden dürfe. Dieses werde nun dem Büro übermittelt, das derzeit ein Gestaltungskonzept für den Innenhof entwirft. In dem gehe es etwa um einheitliche Lampen, Vorschläge für die Pflasterung und die Möblierung. „Das Schloss soll ja nicht zur Villa Kunterbunt werden, wo jeder das hinstellt, was er irgendwie hat besorgen können“, mahnte sie. In gut vierzehn Tagen werde das Konzept mit seinen Vorschlägen zur Gestaltung vorliegen und dann den Stadträten in einem Ausschuss vorgestellt.

Jörg ter Vehn

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