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Taucha Büffel im Schnee müssen nicht hungern oder frieren
Region Taucha Büffel im Schnee müssen nicht hungern oder frieren
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21:00 04.01.2010
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Ständig stehen sie am oberen, dem Stadtpark nächstgelegenen Stück der Fläche. Das hat allerdings ganz praktische Gründe, weiß Besitzer Holger Weichhan. Dorthin hat er Strohballen gebracht, an denen die Tiere genüsslich zupfen. Schließlich liegt der Rest der Feuchtwiese unter einer dichten Schneedecke. Die Tiere hätten allerdings selbst dort noch genug zu fressen, meint er. Schließlich schaue noch genügend Kraut aus der weißen Decke heraus. Zudem könnten die jungen Wasserbüffel auch durchaus mit der Schnauze durch den Schnee, um ans Grün zu kommen. Deshalb, so sagt er, habe er das Stroh auch eigentlich nur auf die Wiese geschafft, damit die Tiere sich nicht ins Feuchte, Kalte legen müssten, sondern dabei trocken bleiben könnten. „Die Tiere können die Kälte ab“, weiß der Diplom-Ingenieur von der Wasserbüffelfarm Dewitz. Weichhan hatte die beiden Jungbüffel über Neujahr auf die Wiese gebracht, damit sie diese wie im Pachtvertrag vorgesehen kurz halten. Er habe ursprünglich auch ein drittes, weibliches Tier dort vorgesehen, wegen ihres optisch dünnen Fells und Problemen mit der öffentlichen Meinung aber davon abgesehen. „Obwohl das Tier das Wetter auch gut ausgehalten hätte. Das glattere Fell ist ganz normal, sobald die Tiere älter werden“, so Weichhan. Probleme bereiten dem Landwirt derzeit eher Kinder. „Viermal schon ist unser Weidedraht zerrodelt worden“, schimpft er. Die Kinder würden mit ihren Schlitten den Hügel vom Stadtpark runterkommen, könnten nicht mehr rechtzeitig Halt machen und rutschen auf den Zaun zu. „Das ist gefährlich“, warnt er. „Ich habe deshalb extra schon einen Strohballen vor die schlimmste Stelle gestellt“, so Weichhan. Vergebens: Unbekannte rollten den Ballen einfach runter auf die Wiese zu den Tieren. Um die macht sich Weichhan aber keine Sorgen: „Das sind ganz liebe Tiere, die bei uns noch nie ausgebrochen sind. Mit denen bin ich auch beim Tauchschen durch die Stadt gezogen.“

Jörg ter Vehn

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