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Taucha Bürgerhaus auf dem Schloss ab Februar nutzbar
Region Taucha Bürgerhaus auf dem Schloss ab Februar nutzbar
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21:00 08.01.2010
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Taucha

Angenehme Farben, höherwertige Verarbeitung, praktische Einrichtung, Liebe zum Detail – Bauamtsleiterin Barbara Stein ist schon ein bisschen stolz auf das künftige Bürgerhaus. „Wir haben versucht, den eigenen Charakter des Hauses zu erhalten“, erzählt sie. So seien im Erdgeschoss die alten Stahlsäulen lediglich abgestrahlt und frisch gestrichen, aber sichtbar gelassen worden. Sie prägen die Räume ebenso wie das kuppelartige Gewölbe dort oder die Dachbalken im Obergeschoss. Selbst die Anker im Mauerwerk hat die Amtsleiterin anmalen und so betonen lassen. Nicht wirklich zu retten sei die Fassade gewesen, erklärt sie. Weil sich Felsstein und Ziegelstein in den Mauern abwechseln und in der Vergangenheit bunt drauflos geflickt wurde, sei in Absprache mit dem Denkmalschutz die Fassade geputzt und gelb gestrichen worden. Lediglich an der Hausecke sei ein Stück mit Felsstein betont worden. Im Innern ein ganz anderes Bild: Modern muten die Toilettenanlagen im Erdgeschoss für rund 500 bis 600 Besucher von Events im Schlosshof an, auch an Behinderte und einen Wickeltisch wurde gedacht. Der Vorraum sei extra groß gelassen worden, um ihn später eventuell abtrennen und separat nutzen zu können, erläutert Stein. Alles sei auch so hergerichtet, dass ein externer Caterer in einem Nebenraum Platz finde – samt Angestellten-Toiletten und Anschlüssen für Strom und Wasser. Im Obergeschoss unterm Dach entstand ein hoher, rund 80 Quadratmeter (plus Nischen unter der Schräge) großer Raum für Gesellschaften jeder Art bis etwa 60 Personen. Bestuhlung, Tische, eine komplett eingerichtete Küche, selbst Geschirr sei vorhanden, sagt Stein. Der Raum könne von jedermann über die IBV etwa für Familienfeiern wie Geburtstage oder Einschulung gebucht werden, auch die Stadt werde den Raum nutzen, „zwei Ausschusssitzungen haben zum Beispiel hier schon stattgefunden“, erzählt die Amtsleiterin. Am Montag soll der Verwaltungsausschuss in einer Entgeltordnung festlegen, was die Mieter dafür zu zahlen haben. Inoffiziell eingeweiht worden war das Haus beim Besuch der Gäste aus den französischen Partnergemeinden schon im vorigen Herbst. Denn eigentlich soll das Gebäude seit dem Sommer nutzbar sein. Wie berichtet, hatten Feuchteschäden den Bau jedoch verzögert. Grund waren nicht zuletzt die Zimmerleute, die noch vor Weihnachten 2008 das Dach komplett abtrugen und nicht mehr rechtzeitig vor den starken Schneefällen damals abdichten konnten. Das habe zu rund einem Vierteljahr Verzögerungen geführt. Weil inzwischen die anderen Baufirmen aber andere Verträge zu erfüllen hatten, habe sie keinen Druck ausüben können, erläutert Stein. So habe sich der Verzug nach und nach aufaddiert. Derzeit arbeiten Handwerker noch am zweiten Rettungsweg für das Haus, einem separat angelegten Treppenflur, von dem aus auch Haus neun erschlossen wird. „Wir wollten erst den zweiten Fluchtweg über die Feuerwehr und das Anleitern an den Giebel absichern, aber das Bauordnungsamt hat schließlich ein zweites Treppenhaus gefordert“, erläutert Stein. Das habe zu weiteren Verzögerungen geführt. In diesem Jahr seien im Schlosshof ansonsten nur noch kleinere Maßnahmen vorgesehen. Der Giebel am Eingang werde restauriert und eine dortige Treppe wiederhergestellt. Der Schlossverein habe zudem angekündigt, bereits vorhandene geschmiedete Zaunfelder zu restaurieren und anstelle des Maschendrahtes zum Weinberg hin aufzustellen. „Mit dem Verein zusammen werden wir außerdem ein Gestaltungskonzept für den Innenraum und für das Licht erarbeiten“, so Stein. Dann könnten bei künftigen Maßnahmen zueinander passende Elemente beschafft werden.

Jörg ter Vehn

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