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Bund fördert Kirchendach-Sanierung

Auch der Freistaat beteiligt sich Bund fördert Kirchendach-Sanierung

Einen kleiner „Geldregen“ ging Ende letzter Woche über der Tauchaer evangelischen Kirchgemeinde nieder. Der Bundestagsabgeordnete Marian Wendt (CDU) überbrachte den symbolischen Fördermittelbescheid für eine Summe in Höhe von 214 000 Euro. Das Geld wird dringend benötigt, um das Kirchturmdach der St. Moritz-Kirche zu sanieren.

Der Landtagsabgeordnete Jörg Kiesewetter lässt zur Feier des Tages die Tauchaer Orgel erklingen.

Quelle: Olaf Barth

Taucha. Die dringend notwendige Sanierung des Daches der Tauchaer St. Moritz Kirche (die LVZ berichtete) kann in Angriff genommen werden. Freitag Nachmittag war der Bundestagsabgeordnete Marian Wendt (CDU) in die Parthe­stadt gekommen, um Vertretern des Kirchenvorstandes symbolisch den Fördermittelbescheid für eine Summe in Höhe von 214 000 Euro zu überreichen.

Bereits im Frühjahr hatte sich der 31-jährige mit Pfarrer Gottfried Edelmann (62) in das Kirchturmdach des 1774 eingeweihten Gotteshauses begeben, um sich die Schäden anzusehen. Risse an verschiedenen Stellen, zunehmende Abstände zwischen hölzernem Ringanker und Wänden zeigten den dringenden Handlungsbedarf an. Zusätzlich wurde Hausschwamm entdeckt. Dass die notwendige Sanierungssumme in geschätzter Höhe von 485 000 Euro von der Kirchgemeinde nicht aufzubringen ist, war schnell allen klar. „Unser Kampf um die Fördermittel hat sich gelohnt. Der Haushaltsausschuss des Bundes hat beschlossen, das Denkmalschutz-Sonderprogramm fortzusetzen und dafür bis zu 30 Millionen Euro bereitgestellt“, überbrachte Wendt die frohe Botschaft. Für den Landkreis Nordsachsen sind 380 000 Euro eingeplant, wovon Taucha nun den größten Posten erhält.

Kein Wunder, dass da Pfarrer Edelmann und seine Mitstreiter Christiane Schenderlein (35) und Bernd Klauer (51) vom Kirchenvorstand bei der Übergabe des Bescheides um die Wette strahlten. Alle drei dankten herzlich im Namen der 1200 Gemeindemitglieder. „Die Kirche ist das wichtigste Haus der Stadt, nicht nur für die Gemeinde. Sie steht auch für Werte, die unsere Gesellschaft braucht. Hier finden Konzerte, unter anderem auch die des Gymnasiums, statt. Hier kommt es zu ökumenischen Begegnungen“, unterstrich Edelmann die Bedeutung des Gotteshauses. Zuvor hatte auch Wendt von einem Ort der Kultur und seiner Bedeutung als Denkmal, dessen Substanz erhalten werden muss, gesprochen. Der Fördermittelbescheid sei „ein wichtiges Zeichen für eine pulsierende Stadt“. Die Landeskirche muss über ihren Finanzierungsbeitrag noch entscheiden. Die Kirchgemeinde selbst will mit verschiedenen Spendenaktionen als Eigenanteil 40 000 Euro zusammenbringen.

Dem setzte der Landtagsabgeordnete Jörg Kiesewetter (CDU) noch eins drauf. „Der Freistaat gibt weitere 129 000 Euro Fördermittel hinzu“, sagte der 36-Jährige. Beeindruckt von dem Gotteshaus ließ es sich der Hobby-Organist und Kirchenvorstand einer kleinen Gemeinde nicht nehmen, zur Feier des Tages an der Orgel Bachs berühmte Toccata anzuspielen.

Von Olaf Barth

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