Volltextsuche über das Angebot:

0 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Café-Sitz-Projekt bekommtkeine Baugenehmigung mehr

Café-Sitz-Projekt bekommtkeine Baugenehmigung mehr

Es hat lange gedauert, doch jetzt ist eine Entscheidung gefallen: Die Baugenehmigung zur Errichtung einer Seniorenresidenz am Standort des ehemaligen Café Sitz gegenüber der Tauchaer Sparkassen-Filiale wird nicht noch einmal verlängert.

Voriger Artikel
Badbetreiber kann aufatmen
Nächster Artikel
Tauchaer Gymnasium ist jetzt Trainerschmiede

Hier wird so schnell nicht gebaut werden. Eine Baugenehmigung von 2004 wurde nicht noch einmal verlängert.

Quelle: Reinhard Rädler

Taucha. Auf Nachfrage der LVZ teilte Amtsleiter Holger Trauzettel vom Landratsamt Nordsachsen jetzt mit: "Die Verlängerung der Baugenehmigung für die Parkresidenz Taucha wurde vergangene Woche aus formellen Gründen abgelehnt. Der Antrag auf Verlängerung war zu spät gestellt. Der Nachtrag vom 22.08. 2011 wirkt nicht als eigenständige Baugenehmigung und setzt keine neue Geltungsdauer in Gang. Die Verfristung der Baugenehmigung wurde erst im Frühjahr 2015 festgestellt. Bis dahin gingen wir von einer fristgemäßen Beantragung aus."

Allerdings hätte laut Trauzettel auch eine fristgemäß beantragte Verlängerung aus "materiellen Gründen" abgelehnt werden müssen. "Das Gebäude sollte im Überschwemmungsgebiet der Parthe errichtet werden. Vor zwei Jahren wurde das Sächsische Wassergesetz geändert. Es wurde bisher vom Antragsteller keine Entwurfsänderung vorgelegt, die eine Zustimmung möglich gemacht hätte", teilte Trauzettel mit. Die Bauvorlagen hätten lediglich zusätzliche Abdichtplatten vor Türen und Fenstern im Untergeschoss als Abwehrmaßnahmen gegen Hochwasser vorgesehen. Trauzettel: "Eine Umplanung im größeren Maßstab schließt jedoch eine Verlängerung der Genehmigung aus und wäre auf jeden Fall als zweiter Nachtrag beziehungsweise sogar als neuer Bauantrag zu werten. Es sind im Untergeschoss keine Nutzungen als Aufenthaltsräume und Räume für haustechnische Anlagen zulässig." Dieser Umstand sei den Bauherren bekannt gewesen und in Gesprächen seien die verschiedenen Verfahrensabläufe genau erläutert worden. "Anscheinend konnte der Antragsteller auf eine intensive Nutzung des Untergeschosses nicht verzichten und wollte eine Reduzierung der insgesamt 120 Pflegeplätze im gesamten Haus nicht in Kauf nehmen. Dieser Quadratur des Kreises hätte nur durch die rechtzeitige Inanspruchnahme der Baugenehmigung entgangen werden können", erklärte der Amtsleiter aus dem Landratsamt. Die am 9. März 2004 erteilte Baugenehmigung sei bereits dreimal verlängert worden. Die Stadt Taucha hatte sich in einer Stellungnahme bereits vor Monaten gegen eine erneute Verlängerung der Baugenehmigung ausgesprochen (die LVZ berichtete).

Bei den Berliner Investoren stößt die Entscheidung des Landratsamtes auf Ablehnung. Genaueres wolle man dazu jetzt aber nicht sagen, da es intern dazu noch eine Besprechung gibt. Wie Projektplaner Michael-Julius Zielinski auf LVZ-Nachfrage aber mitteilte, werde es eine entsprechende Reaktion auf die Entscheidung des Landratsamtes geben: "Wir sehen das anders. Die Entscheidung ist so nicht zu akzeptieren."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.07.2015
Olaf Barth

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Taucha
  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • Angestupst
    Mikrologo Angestust

    Die aktuelle Förderrunde der Aktion „Angestupst“ von LVZ und Sparkasse Leipzig ist beendet. So haben Sie abgestimmt! mehr

  • LVZ-Fahrradfest
    Logo LVZ-Fahrradfest

    LVZ-Fahrradfest 2016: Sehen Sie hier einen Rückblick mit vielen Fotos von allen Starts, Videos und mehr. mehr