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Carlo Bergmann von der Sehliser Natur-Stiftung will Altarm der Parthe beleben

Neue Projekte für das Partheland Carlo Bergmann von der Sehliser Natur-Stiftung will Altarm der Parthe beleben

Der Sehliser Carlo Bergmann hat sich der Parthenlandschaft verschrieben und es sich seit einigen Jahren zur Lebensaufgabe gemacht, speziell die Region um sein Heimatdorf Sehlis ökologisch aufzuwerten. Der 68-Jährige engagiert sich im Rahmen der von ihm initiierten „Stiftung Partheland Sehlis“ für verschiedene Projekte,

Eine Stiftung kümmert sich einen großen Teil Parthelandschaft bei Sehlis.

Quelle: Olaf Barth

Taucha. Der Sehliser Carlo Bergmann hat sich der Parthenlandschaft verschrieben und es sich seit einigen Jahren zur Lebensaufgabe gemacht, speziell die Region um sein Heimatdorf Sehlis ökologisch aufzuwerten. Der 68-Jährige engagiert sich im Rahmen der von ihm initiierten „Stiftung Partheland Sehlis“ für Projekte, die der teils großflächig landwirtschaftlich genutzten Kulturlandschaft einige der verloren gegangenen Bestandteile zurückbringen sollen. Dass er dabei auch auf Partner angewiesen ist, zeigt das Parthealtarmprojekt der Stiftung.

„Ich könnte alle Beteiligten umarmen“, jubelte Bergmann unlängst, als er eine Nachricht von der Sächsischen Landsiedlung gmbH (SLS) erhielt. Das gemeinnützige Siedlungsunternehmen des Freistaates Sachsen hatte ihm schriftlich erklärt, mit der Projektierung des seit langem von der Stiftung gewünschten Parthealtarm-Projektes zu beginnen. Circa 1,5 Millionen Euro sollen dafür ausgegeben werden. Damit diese Entscheidung so getroffen wurde, hatte Bergmann aus seiner Sicht selbst mindestens zwei förderliche Argumente beigesteuert. Zum einen habe er vorbehaltlich der Zustimmung des Stiftungsbeirates zugesagt, dass ab dem Zeitpunkt seines Todes jährlich 12 000 Euro Stiftungsmittel auf Dauer für Projektpflegemaßnahmen zur Verfügung gestellt werden. Zum anderen hätte sicher auch der vom Naturschutzbund (Nabu) zur Verfügung gestellte Dokumentarfilm seine Wirkung nicht verfehlt. Der Streifen von Andreas Winkler heißt „Oasen in der intensiven Agrarlandschaft – letzte Reserven der biologischen Vielfalt“.

Die SLS bittet Bergmann nun darum, Unklarheiten über die vom Projekt betroffenen Eigentumsflächen zu klären. Bergmann nahm umgehend mit der Saat-Gut Plaußig Voges KG und der Stadtverwaltung Taucha Kontakt auf. Sowohl das Unternehmen als auch die Kommune bittet er, Parthewiesen-Flurstücke in das Projekt einzubringen. „Geschähe dies, wäre der zu renaturierende Parthewiesenstreifen circa 1,2 Kilometer lang. Eine durchaus respektable Größe, die sich im Rahmen des auf langfristige Ergebnisse zielenden ,Stadt-Partheland-Projektes‘ öffentlichkeitswirksam präsentieren ließe“, wirbt Bergmann für Unterstützung.

„Bei uns rennt Carlo Bergmann mit seinen Ideen offene Türen ein“, versicherte Tauchas Bau-Fachbereichsleiterin Barbara Stein. Gerade habe man im Umweltausschuss über dieses und zwei andere Projekte des Naturfreundes beraten. „Herr Bergmann wird zeitnah in den Ausschuss eingeladen, damit er seine Projekte vor Ort vorstellen kann“, so Stein. Bei all dem dürfe es aber für andere Beteiligte nicht zu Verschlechterungen kommen. Neben dem Altarmprojekt geht es Bergmann auch um eine Ersatzfläche zum Anpflanzen von Wald sowie um das Pflanzen von Bäumen an Feldstreifen. Dabei will er in Sehlis untergebrachte junge Asylbewerber mit einbeziehen.

Von Olaf Barth

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