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Taucha Chor wirbt für Projekt um Sänger
Region Taucha Chor wirbt für Projekt um Sänger
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17:28 13.09.2012
Der derzeit etwa 25 Mitglieder umfassende Chor unter der musikalischen Leitung von Kantor Christian Otto probt montags mit Freude und Disziplin. Quelle: Tina Soltysiak
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Taucha

Dafür werden derzeit Sänger und Musiker gesucht.

In der St. Moritz Kirche in Taucha erklangen am Montagabend glockenhelle Stimmen und tiefe Bariton-Gesänge. Die Musikergemeinschaft unter der Leitung von Kantor Christian Otto hatte sich zur wöchentlichen Chorprobe für das Bach’sche Weihnachtsoratorium eingefunden. „Für mich ist dieses Stück ein richtiger Höhepunkt“, sagte Martina Gatzki. Die Sopranistin tritt seit 1944 mit dem Chor, anfangs noch im Kinderchor und seit 1950 im Kirchenchor, auf. Sie schätzt das gemeinschaftliche Erlebnis. Die Rentnerin freut sich bereits auf ein weiteres bevorstehendes Highlight: die Aufführung von Friedrich Schillers „Das Lied von der Glocke“. Dargeboten werden soll die von Andreas Romberg vertonte Fassung des 1799 veröffentlichten Gedichtes. „Damit möchten wir eine alte Tradition wieder aufgreifen“, erklärte Petra Listewnik, die im Auftrag von Kantor Otto als Sprecherin fungiert. „Denn unter Kantor Ernst Schaeffner wurde das Stück jährlich aufgeführt“, ergänzte sie.

Die Darbietung wird zugleich das erste Countdownkonzert sein, das die Zeit bis zum 400-jährigen Kantorei-Jubiläum im Jahr 2022 verkürzen soll. Ziel ist es, „das Stück mit einem großen Orchester und einem großen Chor zu präsentieren“, sagte Listewnik.

Da die durchschnittliche Altersstruktur des Ensembles momentan bei 50 Jahren liegt, ist der Chor auf der Suche nach, wie Listewnik es bezeichnet, „jungen, frischen Stimmen“. Gesucht werden Personen, die Freude am Singen und Musizieren haben, „egal, welche Stimmlage sie haben, wie alt sie sind und ob sie einer Konfession angehören“, sagte Listewnik weiter. Doch nicht nur der Chor, auch das Orchester kann Verstärkung gebrauchen; vor allem Blechbläser seien jederzeit willkommen.

Listewnik betonte, dass es sich bei der Kantorei um einen Laienchor handelt, dessen Mitglieder nach den Proben auch die heitere Geselligkeit pflegen. Die „Glocke“ sei ein sehr gut singbares Stück, das auch eine weniger geübte Stimme gut bewältigen könne, ist sich Listewnik sicher.

Der Chor, der derzeit etwa 25 Sänger stark ist, probt immer montags von 19 bis 20.30 Uhr im Diakonat in der Rudolf-Winkelmann-Straße 3. „Interessierte können einfach vorbeikommen und uns kennen lernen“, sagte Listewnik abschließend. Die Mitglieder möchten die neuen Sänger und Musiker gern schon in die Ausgestaltung der diesjährigen Aufführung des Bach’schen Weihnachtsoratoriums einbeziehen.

Tina Soltysiak

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