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Taucha Dachbrand wütet in ehemaliger Tauchaer Spielwarenfabrik
Region Taucha Dachbrand wütet in ehemaliger Tauchaer Spielwarenfabrik
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12:41 08.12.2009
Ein Opfer der Flammen wird der Dachstuhl des leer stehendes Hauses in der Freiligrathstraße in Taucha. Quelle: Daniel Große
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Taucha

en. Vor Ort angekommen, stand tatsächlich der Dachstuhl der einstigen Spielzeugwarenfabrik Zrost in Flammen. „Eine schwierige Situation, von innen können wir nicht ran, das wäre zu gefährlich. Das Gebäude steht leer, Menschen sind offenkundig nicht gefährdet, also haben wir keine Eile“, so Pauli. Darum wurde die große Drehleiter ausgefahren und von außen gelöscht. 23 Kameraden aus Taucha und Merkwitz bekamen das Feuer innerhalb einer Stunde in den Griff. Etwa die Hälfte der ehrenamtlichen Brandbekämpfer durften wieder nach Hause fahren.

„Wir waren dann noch bis etwa 6.30 Uhr vor Ort, haben kleinere Nester gelöscht“, sagte Jörg Schmidt, technischer Einsatzleiter, gestern nach Tagesanbruch. Mit ihm vor Ort war Günther Hartmann, Brandursachenermittler der Polizeidirektion Westsachsen. „Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen, aber die Richtung ist klar. Hier liegen keine Medien an, ein elektrischer Kurzschluss ist ausgeschlossen, es gab keinen Blitzschlag“, erläuterte er. Doch auch wenn Brandstiftung als sicher gilt, werde – wie üblich – in alle Richtungen ermittelt. Der Dachstuhl des alten Gemäuers brannte auf einer Größe von etwa zehn mal zwölf Metern aus. Verletzt wurde bei den Löscharbeiten niemand. Der neuerliche Brand auf dem Gelände der Spielzeugfabrik war laut Wolfgang Pauli der vierte innerhalb von zwei Jahren. „Wie oft es dort ingesamt gebrannt hat, vermag ich gar nicht aus dem Kopf zu sagen, ich glaube aber, da würden beide Hände nicht reichen, um das abzuzählen“, sagt er. Die Stadtverwaltung steht dem Treiben der unbekannten Feuerteufel recht machtlos gegenüber. „Das Grundstück und die Gebäude gehören uns nicht, der Privateigentümer muss für die Sicherung sorgen. Man könnte versuchen, wegen Gefahr in Verzug für die Öffentlichkeit ihn dazu zu zwingen. Doch das ist aufgrund der Gesetzeslage sehr schwierig“, so Bauamtsleiterin Barbara Stein.

Daniel Große

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