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Taucha Dank an Polizei und Blumen für Kristina Danz
Region Taucha Dank an Polizei und Blumen für Kristina Danz
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17:00 19.05.2015
Noch einmal sind zahlreiche Polizisten ins Tauchaer Gymnasium gekommen. Doch diesmal nicht wegen eines Einsatzes, sondern aufgrund einer "Dankeschön- Einladung" von Schulleiterin Kristina Danz, Landrat Michael Czupalla und Bürgermeister Holger Schirmbeck (hinten von rechts). Quelle: Olaf Barth

Vor einigen Tagen sah die Lage noch anders aus. Da war kurz vor Beginn der schriftlichen Prüfungen bei Schulleiterin Kristina Danz ein anonymer Brief eingegangen, in dem angedroht wurde, dass etwas passieren, sinngemäß, wie eine Bombe einschlagen werde (die LVZ berichtete).

Daraufhin hatte Danz sofort die Polizei, das Landratsamt und den Bürgermeister informiert. Trotz der mehrtägigen polizeilichen Ermittlungen, der morgendlichen Zimmerkontrollen mit Spürhunden war der Unterricht von den 70 Lehrern für die 670 Schüler nicht gefährdet. Auch die Prüfungen der 44 Abiturienten konnten durchgeführt werden. "Die Schüler der Zwölften haben es sehr gut gemeistert und sind mit dieser Belastung klar gekommen. Das haben sie vor jeder Prüfung auf Nachfrage bestätigt", sagte Danz.

Die Oberstudien-Direktorin erhielt von Nordsachsens Landrat Michael Czupalla (CDU), Tauchas Bürgermeister Holger Schirmbeck (SPD) und Michael Riethmüller von der Sächsischen Bildungsagentur (SBA) jeweils einen Blumenstrauß überreicht. Als Dank für ihr umsichtiges und schnelles Handeln, ihr Stehvermögen in nervenaufreibender Zeit und das große Engagement, trotz außergewöhnlicher Situation die Abiturprüfungen reibungslos über die Bühne gebracht zu haben. Danz gab die Komplimente umgehend an ihre Kollegen sowie an das technische Personal des Hauses weiter. So waren auch die beiden Hausmeister Ralph Reinick und Karsten Hedrich zu dieser Auswertungsrunde eingeladen worden. Danz hob aber auch, wie alle anderen Redner, die Rolle der Polizei hervor: "Sie hat von Anfang an die Sache ernst genommen und war uns stets ein guter Partner." Polizeirätin Sandra Kiebler, stellvertretende Leiterin des Polizeirevieres Nord, freute sich mit ihren Kollegen über so viel Anerkennung und versprach: "Der Kriminaldienst ermittelt weiter, um den Absender des Briefes zu finden."

Czupalla, der das Tauchaer Gymnasium als einen "weit über Nordsachsen hinaus strahlenden Leuchtturm der Bildungslandschaft" bezeichnete, hatte zuvor den Drohbrief als "kriminellen Akt" bezeichnet, dem mit Null-Toleranz entgegengetreten werden müsse. Er dankte allen Beteiligten sowie der LVZ. Sie habe mit ihrer Berichterstattung keine Angst geschürt oder Verunsicherung verbreitet. Roman Schulz von der SBA sagte, er könne die Anspannung in dieser Extremsituation gut nachvollziehen. Er bat um Verständnis, dass man nicht immer sofort alle Informationen veröffentlichen könne, um die Ermittlungen nicht zu gefährden. In diesem Zusammenhang lobte auch er die LVZ, die die Sache "zurückhaltend und dezent" begleitet habe.

Elternsprecherin Heike Schröger würdigte das sofortige Handeln der Schulleiterin als Voraussetzung dafür, dass die Abiturprüfungen nicht ausfallen mussten. Sie schilderte aber auch die Angst mancher Eltern, die sich in der LVZ und einem Danz-Schreiben auf der Schul-Homepage über den Sachverhalt informierten. Schrögers Anregung an SAB und Schulträger: "Geben Sie künftig schnell eine offizielle Information über den Sachverhalt raus und eine externe Telefon-Nummer, unter der sich besorgte Eltern informieren können."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.05.2013

Olaf Barth

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