Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Taucha Der King of Rock 'n' Roll in Taucha
Region Taucha Der King of Rock 'n' Roll in Taucha
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:00 09.08.2010
Neue Ausstellung im Esprit: Die polnische Elvis- Malerin Ewa Stepien mit ihrem Lieblingsgemälde von ihrem Elvis. Quelle: Karoline Maria Keybe
Anzeige
Taucha

Ganz und gar nicht schlicht hingegen waren die ausgestellten farbenfrohen Ölgemälde, geschaffen von der polnischen Malerin Ewa Stepien.

Gestern Vormittag hieß der Kunst- und Kulturverein Taucha (Kukuta) große und kleine Interessierten ab 11 Uhr in seinen vier Wänden willkommen. Besonders freute sich Vereinschef Hans-Jürgen Rüstau darüber, dass die Künstlerin extra aus dem polnischen Posen angereist war. Schüchtern und ein wenig verunsichert saß die 55-Jährige mit Moderator Tobias Meier und Übersetzerin Katharina Zielinski am Ende des Cafés. Ein Sektglas stand vor ihr, blaues Licht und die Augenpaare des Publikums waren auf sie gerichtet. Im anschließenden Gespräch, geführt von Meier, erzählte die Polin mit Hilfe der Englischkünste der 23-Jährigen Zielinski sowie Händen und Füßen aus ihrem Leben, von ihrer Leidenschaft zum Zeichnen und ihrer unendlichen Liebe zu Elvis Presley.

Für die musikalische Untermalung sorgte Frank Walter an seiner Gitarre, von Rüstau liebevoll der „Elvis von Taucha“ genannt. Auch für Walter war dieser kleine Auftritt eine besondere Ehre. „Ich wollte schon seit ich ein kleiner Junge war mal Songs von Elvis spielen“, verriet Walter. Bei den Zeilen von „Blue Suede Shoes“ oder „Ring of Fire“ fing die hübsche Polin an zu klatschen, Tränen stiegen ihr in die Augen. Alles erinnerte sie so sehr an den „King“ und immerhin wollte sie den hübschen Rockstar mal heiraten – damals, als sie noch jünger war.

Auf die Frage, warum sie zeichnen würde, antwortete Ewa überrascht: „Why?“ Eine kurze Pause. „Thats my life.“ Seit über 30 Jahren pflegte die Polin mit Hingabe dieses Hobby bis es schließlich ihr Beruf wurde. Neben Berühmtheiten male sie aber auch ganz alltägliche Dinge wie Landschaften und Stilleben. Entweder mit Tusche oder Bleistift, oder wie die ausgestellten Exemplare mit Öl auf Leinwand. Es komme immer darauf an, was sich der Kunde wünsche, erzählte die Dame. Für die Tauchaer Vernissage zum Beispiel arbeitete die Künstlerin eifrig ganze zwei Monate. Die Portraits wurden dabei immer sehr detailgetreu von einer fotografischen Vorlage kopiert.

Über die Zukunft machte sich die Polin nicht so viele Gedanken. Auf jeden Fall weiter zeichnen und von Elvis träumen. Lächelnd meinte sie dann: „Das Leben ist zu kurz.“ Leider verschwand ihr warmes Lächeln manchmal, wenn sie zur Wand blickte, an der ihre neun Gemälde für die nächsten sechs Wochen die orange Tapete zieren. Es mache sie einfach so traurig, weil der „King of Rock ’n’ Roll“ so ein hartes und kurzes Leben hatte. Da fiel ihr plötzlich ein, was sie unbedingt noch machen möchte: zu Presleys ehemaligen Wohnsitz nach Graceland reisen. Das Publikum lächelte, hob die Gläser und gemeinsam stießen sie auf die Kunst, die Musik und natürlich auf Elvis an.

Karoline Maria Keybe

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mit einem großen Programm wurden am Sonnabend auch die Erstklässler in der Tauchaer Grundschule Am Park begrüßt. Die Schüler der zweiten und dritten Klassen hatten einige Stücke auf Violine und Kontrabass einstudiert.

09.08.2010

Das Ende der Sommerferien werden sicher viele der größeren Schüler bedauern: vorbei mit der vielen Freizeit und dem längeren Ausschlafen. Dagegen dürften die Jüngsten schon ganz aufgeregt sein und ihrer Einschulung entgegen fiebern.

07.08.2010

Beschaulich und ruhig ist es am Cradefelder Grund, aber auch ein wenig futuristisch. Denn auf einer Fläche von gut sieben Fußballfeldern recken sich je nach Sonneneinstrahlung braun bis schwarz schimmernde Tafeln in einem Winkel von 30 Grad gen Himmel.

07.08.2010
Anzeige