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Taucha Der Männer-Chor der Parthestadt feiert mit Jubiläumskonzert seinen 60. Geburtstag
Region Taucha Der Männer-Chor der Parthestadt feiert mit Jubiläumskonzert seinen 60. Geburtstag
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05:00 15.03.2010
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Taucha

Knapp 400 Besucher folgten der Einladung in die Tauchaer Mehrzweckhalle. In der Mitte der Bühne prangte ein Replik der Tauchaer Vereinsfahne des 1845 gegründeten Bürger-Gesang-Vereins, Vorläufer des heutigen Chores. Zur würdigen Ausgestaltung des Festes sicherte sich der Jubilar ein professionelles Klangfundament in Gestalt des Rundfunkblasorchesters Leipzig und lud sich „befreundete Konkurrenz“ ein.

Taucha. Das Spruchband quer über der Hauptstraße war kaum zu übersehen: Das „Große Jubiläumskonzert“ anlässlich des 60-jährigen Bestehens des Männer-Chores Taucha lockte. Knapp 400 Besucher folgten der Einladung in die Tauchaer Mehrzweckhalle.

  Im ersten Teil erklommen außer ihm nacheinander auch die Männerchöre Torgau und Ermlitz in schmucken Uniformen das Podest, um Proben ihres Leistungsstandes zu geben. Das lag nahe, liegt doch die Leitung dieser und weiterer Chöre in der Region in den Händen des selben mitreißenden Mittdreißigers: Erik Schober. Er hat Schwung in ihre Übungsstunden und Breite in ihr Repertoire gebracht hat, wie Gerd Möritz von den Ermlitzern bestätigt. Und so erklangen neben Klassikern wie Verdis Gefangenenchor aus „Nabucco“ und Webers Jägerchor aus dem „Freischütz“ auch Melodien aus Musicals, Filmen und Schlagern. Lokalkolorit steuerte der Tauchaer Männerchor mit einer vertonten von 1934 bei: „Vier Städte gibt es auf der Welt, die du besuchen musst: Neapel, Kopenhagen, Wien und Taucha zum Beschluss!“ Die Stimmkraft gealterter Sangesfreunde setzt naturgemäß Grenzen, aber was Erik Schober den Herren der Altersgruppe 50-Plus an Textverständlichkeit, dynamischer Differenzierung und kultiviertem Klang entlockte, konnte sich hören lassen. Mit schwungvoller Geste gelang es Schober auch, dass das Orchester Klangraketen von Rossinis Ouvertüre zur „Diebischen Elster“ bis hin zu Harry James´ Trumpet Blues effektvoll steigen ließ, darunter auch farbige eigene Arrangements. Nach der Pause vereinten sich die Chöre zu gemeinsamem Gesang und wurden von Anna Maria Kronfeld unterstützt, die auf der elektronisch verstärkten Geige geschmeidige Linien beisteuerte, wenngleich ein bisschen zu brav. Bei Udo Jürgens’ „Mit 66 Jahren“ liefen die Mannen zur Höchstform auf, verleiteten das Publikum zum Mitklatschen und ernteten den Beifall des Orchesters. Da glaubte man ihnen auf´s Wort, dass sie fähig sind, den Anzug gegen die Lederjacke einzutauschen und so auch jüngere Mitsänger zu gewinnen. Beim Chianti-Lied nahmen die Zuhörer Schobers Einladung zum Mitsingen an. Da verwandelte sich der Konzertsaal in einen Landgasthof, wo man miteinander vergnügt ist. Moderator des Abends war Fritz Strobelt, seit 34 Jahren Mitglied des 60 Jahre bestehenden Chores und als dessen Vorsitzender eine nicht wegzudenkende Institution.

Gerald Vogel

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