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Detlef Porzig: "Taucha liegt mir am Herzen"

Detlef Porzig: "Taucha liegt mir am Herzen"

Mühlen mahlen bekanntlich langsam. Bei der Verleihung des Mühlenpreises taten sie das wohl eher nicht, denn der Festakt zum 16. Mühlenpreis, der vom Landratsamt Nordsachsen, der Sparkasse Leipzig und der Leipziger Volkszeitung vergeben wird, ging am vergangenen Freitag im Bürgerhaus Eilenburg sehr unterhaltsam und kurzweilig über die Bühne.

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Detlef Porzig (links) war Kandidat für den Mühlenpreis, Uwe Kramer hat ihn bereits.

Quelle: Reinhard Rädler

Nordachsen. Nicht zuletzt sorgten auch die barocken Klänge von den Blechbläsern des Saxonia Brassquintetts für ein hörenswertes Rahmenprogramm und die lockere Moderation von LVZ-Verlagsleiterin Kerstin Friedrich bei der Vorstellung der Laudatoren tat ein Übriges.

61 Preise wurden bisher vergeben. Die 13-köpfige Jury hatte die Aufgabe, aus 38 Vorschlägen nur vier Preisträger auszuwählen. Die Wahl fiel auf: Wolfgang Beuche (77) vom Eilenburger Burgverein (Kategorie Kultur), Rosel Meglin (74) von der Volkssolidarität in Eilenburg (Soziales), Tierschützer Gerhard Wolf (75) aus Eilenburg (Natur- und Umweltschutz) sowie Reinhard Gasch (65) vom GSVE Delitzsch (Sport).

"Dabei hätten es alle Nominierten verdient", stellte Landrat Michael Czupalla fest. Tauchaer oder Schkeuditzer Kandidaten kamen beim Jahrgang 2014 diesmal nicht in die engere Wahl. Aber es ist Tradition, dass der Vorjahrespreisträger für den Nachfolger in seiner Kategorie die Laudatio hält. So stand mit Bernd-Uwe Kramer, der Reinhard Gasch als Preisträger der Kategorie Sport vorstellte, dann doch ein Tauchaer auf der Bühne. "Man ist weniger aufgeregt, wenn man da oben steht und nur reden muss, als wenn man selbst einen Preis bekommt", so der Abteilungsleiter Handball der TSG 1861 Taucha und Mühlenpreisträger 2013. "Der Preis war und ist für mich eine hohe Anerkennung meiner Arbeit", sagte der 70-jährige, "aber damit war nicht Schluss. Bei 140 Vereinsmitgliedern gibt es genug zu tun. Ich kümmere mich nach wie vor um den Spielbetrieb unserer acht Handballmannschaften, springe mal als Übungsleiter ein oder bin bei den Spielen dabei. Da bin ich zehn Stunden oder noch mehr in der Woche unterwegs." Es sei enorm wichtig, dass die Ehepartnerin diesen Zeitaufwand mit trägt.

Auch Detlef Porzig, einer von Tauchas Kandidaten für den Mühlenpreis 2014, stellte das in den Vordergrund. "Aber ich kenne Detlef nicht anders und bin das auch gewöhnt, denn mein Großvater war auch so ein umtriebiger Mensch", lachte seine Ehefrau Heidrun. Porzig, vor kurzem 70 geworden, war von der TSG 1861 vorgeschlagen worden (die LVZ berichtete). "Ich bin nicht enttäuscht, dass ich den Preis diesmal nicht bekommen habe", so das Tauchaer Urgestein, "Schon in der Nominierung sehe ich eine Wertschätzung meiner Arbeit". Allein die Aufzählung all seiner Verdienste und Aktivitäten in mehreren Tauchaer Vereinen und darüber hinaus, würden mehrere Spalten dieser Zeitung füllen. Zudem ist er noch für die CDU im Tauchaer Stadtrat und Mitglied des Kreistages. Auf einen Favoriten seines vielfältigen Wirkens kann und will er sich nicht festlegen. "Es ist mein Leben und es füllt mich aus", bringt er es für sich auf den Punkt.

Noch zweimal wird Detlef Porzig nun als Kandidat für einen Mühlenpreis auf der Vorschlagsliste geführt. Doch nicht deswegen will er weiter so aktiv bleiben, wie auch bisher schon. "Das Alles ist gut für meinen Körper und den Geist. Und bei allem, was ich tue: Taucha liegt mir am Herzen", beschreibt er seine Motivation.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.04.2014
Reinhard Rädler

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