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Taucha Die "Rote Beete" hofft auf regionalen Zuwachs
Region Taucha Die "Rote Beete" hofft auf regionalen Zuwachs
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14:41 19.05.2015
Gärtnermeister Jan-Felix Thon von der Sehliser Gemüsekooperative "Rote Beete" ist mit dem Wachstum im Folientunnel zufrieden. Neben den Spinatpflanzen gedeiht hier zurzeit auch Postelein, ein altes Blattgemüse, sowie das recht würzige Asiakraut. Quelle: Olaf Barth

Wer darüber mehr wissen und mitmachen möchte, den laden die Öko-Bauern nächste Woche zu einer Informationsveranstaltung ein.

"Wir haben zwar viele Mitglieder, möchten aber mehr Mitstreiter aus Taucha, Sehlis oder Panitzsch gewinnen", begründete diese Woche Gärtner-Meister Jan-Felix Thon die neuerliche Informationsoffensive. Man will fest verankert im Umfeld sein und auch auf Helfer aus der Nähe zurückgreifen können. Denn die 2012 ins Leben gerufene Kooperative (die LVZ berichtete) funktioniert vor allem auch durch das aktive Mitwirken ihrer Mitglieder. "Rund 350 Leute teilen sich bisher in die 180 von uns ausgegebenen Anteile rein. Sie kommen an drei bis vier Tagen im Jahr raus auf die Felder, um mitzuarbeiten. Darauf sind wir auch angewiesen", erläuterte der Gemüsebauer.

Dafür erhalten Mitglieder vor Ort für den Eigenbedarf das ökologisch angebaute Gemüse. Allerdings nicht zum Null-Tarif. Denn im Durchschnitt zahlt jeder 60 Euro pro Anteilsschein im Monat. Und zwar nach dem Solidarprinzip, einige zahlen etwas mehr, andere mit geringerem Verdienst etwas weniger. Einmal in der Woche stehen in Sehlis die Kisten mit dem Bio-Gemüse bereit, jeder kann sich auf Vertrauensbasis holen, was ihm zusteht. Derzeit sind das winterharte Gemüsesorten wie Wirsing, Grünkohl oder Feldsalat, die mal ein paar Minusgrade vertragen. Zum Beispiel wurde diese Woche auch Lauch geerntet. Ebenso liegt Weißkohl in den Kisten. Im Folientunnel wachsen zudem Postelein, Spinat und Asiakraut. Und in der Erdmiete daneben lagern mit Laub und Nockenfolie abgedeckte Säcke voll Möhren, Sellerie und Rote Beete. "Vor 100 Jahren ist im Winter auch niemand verhungert. Es wird sich eben an das saisonale Gemüse gehalten. Etwas mau wird es im April, aber da ist ja sowieso Fastenzeit", sagte der 28-jährige schmunzelnd. Bald würde es dann ja mit dem Frühgemüse von vorn los gehen. Angebaut werden im Gewächshaus sowie draußen so ziemlich alle wichtige Gemüsesorten: Salate, Zucchini, Gurken, Karotten, Pastinaken, Kartoffeln, Spinat, Bohnen, Zuckermais, alle Kohlarten, Radieschen, Kürbis, Tomaten oder Paprika. Das Konzept der Kooperative lautet, dass Städter und andere Interessenten wieder näher dran sind an den Lebensmitteln, die bei ihnen auf den Tisch kommen. "Die freiwillige Mitarbeit trägt natürlich zum Senken der Kosten bei. Denn am Ende muss auch unser Anbau von Bio-Gemüse wirtschaftlich sein", erklärte Thon.

Auf der Hälfte der 5,3 Hektar großen Ackerfläche wächst drei Jahre lang Luzerne als Gründünger. Denn Chemie wird nicht verwendet. Zusätzlich wurden auf 0,4 Hektar 40 Apfel- und Birnenbäume alter Sorten in die Erde gebracht. Und der Acker ist mit einem Heckenstreifen umgeben. "Das ist ein gewisser Windschutz und reduziert die Erosion. Außerdem hoffen wir, dass sich viele Nützlinge ansiedeln, die die Schädlinge auf unserem Gemüse bekämpfen", so Thon.

Mehr Infos am Freitag, den 14. Februar ab 18.30 Uhr im Gemeindehaus der evangelischen Kirche in Taucha, Rudolf-Winkelmann-Straße 3, und unter www.rotebeete.org

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.02.2014
Olaf Barth

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