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Die Stadt Taucha verjüngt ihren Baumbestand

Fällarbeiten Die Stadt Taucha verjüngt ihren Baumbestand

Der Baumbestand an Tauchas Straßen kommt vielfach an seine Altersgrenze. Andere Bäume wiederum sind krank und deshalb in der Standsicherheit gefährdet. Deshalb werden jetzt vom Bauhof viele Bäume gefällt, für die es dann meistens Ersatz am selben Standort geben soll.

So wie hier an der Bundesstraße 87 müssen die Mitarbeiter des Tauchaer Bauhofes an verschiedenen Stellen in der Stadt Bäume fällen und teils später durch Neuanpflanzungen ersetzen.

Quelle: Olaf Barth

Taucha. Wovon schon seit Jahren in Taucha die Rede ist und was sich zuletzt immer mehr zuspitzte, wird nun Schritt für Schritt Realität: Der überalterte oder kranke Baumbestand an zahlreichen Straßen wird nun verstärkt gefällt und nach einem konkreten Konzept durch Neuanpflanzungen ersetzt. Seit dieser Woche zum Beispiel arbeitet sich der Bauhof mit Hebebühne, Säge und Schredder an der B 87 von Otto-Schmidt-Straße Richtung Stadtzentrum vor.

Nach Auswertung der vorjährigen Baumkontrollen wird jetzt Teil eins der daraus abgeleiteten Maßnahmen abgearbeitet, teilte Bauhofchef Marco Haferburg mit. Der Teil zwei des Maßnahmepaketes soll nächste Woche im Umweltausschuss vorgestellt werden. Inwieweit das alles bis zum Stichtag 28. Februar geschafft werden kann, sei noch nicht absehbar. Bei den aktuell vorgenommenen Fällungen des ersten Teils komme man aber gut voran.

Allein in der Leipziger Straße müssen 28 Bäume aufgrund bestehender Bruchgefahr oder zu beobachtenden Absterbens entfernt werden. An ihnen wurden bereits 2013 nach Baumschauen an den Höhlungsüberwallungen Kerben zum Wasserabfluss eingeschnitten. Das habe den Bestand der Bäume bis jetzt gewährleistet, doch ein „Einfaulen“ habe damit nicht verhindert werden können. Die Restwandstärken seien mittlerweile unterhalb des kritischen Wertes, weshalb nun die Säge angesetzt werden müsse. An allen betroffenen Stellen an der B 87 ist eine Ersatzpflanzung vorgesehen.

Ginkgobäume für die Graßdorfer Straße

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Graßdorfer Straße. Auf der Strecke von der Bahnschranke bis zum Beginn des Seegeritzer Weges werden 21 Bäume fallen. Hier war bereits 2010 bei der Baumbegutachtung für den damals circa 85 Jahre alten Bestand eine Reststandzeiterwartung von noch rund zehn Jahren festgestellt worden. Die aktuellen Überprüfungen hätten diese Prognose bestätigt. „Durch fortschreitendes Vergreisen sowie Verschlimmerung der vorhandenen Schadbilder werden auch in den Folgejahren weitere Fällungen notwendig“, teilte Haferburg mit. An den bisherigen Standorten sollen dann Ginkgo-Bäume gepflanzt werden.

Weitere neun Bäume sollen in der Klebendorfer Straße gefällt und durch rotblättrigen Ahorn ersetzt werden. Auch hier wird entsprechend eines längerfristigen Entwicklungskonzeptes vorgegangnen, heißt es. Auch in der Eilenburger Straße wird an fünf Bäumen die Säge angesetzt, schmalkronige Ahornbäume und Linden sind als Ersatz vorgesehen.

Kein Ersatz im Park an der Endstelle

Weitere Kontrollen erfolgten in der kleinen Parkanlage an der Straßenbahnendstelle „An der Bürgerruhe“. Hier war aufgrund von Bruchgefahr bereits im Juni vorigen Jahres ein Baum gefällt worden. Nun müssen an dem Standort drei weitere Bäume aufgrund eines hohen Schädigungsgrades oder im kritischen Bereich liegender Restwandstärken gefällt werden. Wie der Bauhofchef weiter informierte, sind hier vorerst keine Ersatzpflanzungen vorgesehen. „Es hat sich teilweise um Grenzbäume gehandelt. Für Pflanzungen im öffentlichen Raum gibt es keine ausreichenden Platzverhältnisse“, so Haferburg. Jeweils ein Baum wird auch An der Parthe und in der Heinrich-Heine-Straße gefällt, am Spielplatz Pönitz sind es zwei.

Doch nicht an allen Standorten sind Ersatzpflanzungen geplant. Dort, wo der Bestand zu dicht stand oder bereits in der Nähe der Bestand verjüngt wurde, kommen keine neuen, zusätzlichen Bäume hin, heißt es. Und auch an Stellen, wo absehbar Bauarbeiten zu erwarten sind, wird vorerst auf die Neuanpflanzung von Bäumen verzichtet, das soll später nachgeholt werden.

Von Olaf Barth

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