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Dirtpark umstritten - Hilfe für junge Mountainbiker in Sicht

Dirtpark umstritten - Hilfe für junge Mountainbiker in Sicht

Mehr Fragen als Antworten gibt es nach wie vor rund um den Dirtpark junger Radsportler im Tauchaer MiMo-Wäldchen. Während die Jugendlichen am liebsten bleiben würden, die Stadt Ausweichflächen anbietet und der Besitzer auf eine Lösung drängt, zeichnet sich Hilfe von außerhalb ab.

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Felix zeigt eine akrobatische Einlage, im Hintergrund beachten die anderen Jungs sein Kunststückchen. Um den Dirtpark gibt es jedoch Ärger mit dem Besitzer.

Quelle: Jörg ter Vehn

Taucha. Ein kurzer Anlauf die Rampe runter, schon kann Felix zeigen, was er an Tricks drauf hat. Der 19-Jährige gehört zu den Älteren im Dirtpark, zeigt zwischen den Bäumen im Wäldchen, wo im Zweiten Weltkrieg die Mitteldeutschen Motorenwerke standen, große Sprünge und etwas Akrobatik nur auf zwei Rädern. Niels, mit 16 Jahren so etwas wie der Sprecher der Jungs, macht es ihm gleich, während die anderen von der provisorischen Hütte aus zusehen.

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„Bei schönem Wetter sind wir fast jeden Tag hier“: Einige der jungen Mountainbiker in ihrem selbst erbauten Dirtpark im MiMo-Wäldchen.

Quelle: Jörg ter Vehn

„Bei schönem Wetter sind wir fast jeden Tag hier“, erzählt Niels. Zehn Kumpel seien eigentlich fast immer da, dazu noch Gäste von Eutritzsch bis Torgau, „sogar aus Erfurt war mal einer da“, sagt er. Einen Dirtpark wie in Taucha gebe es nur noch in Knauthain und am Lindenauer Hafen, erzählen seine Freunde. In immer mehr Städten würde aber welche entstehen. „Am liebsten würden wir hierbleiben“, erzählt Niels. Mit dem Besitzer würden sie schon irgendwie einig werden, denkt er.

Die Bahnen und Hügel wurden in Jahren mühevoller Kleinarbeit ohne Wissen des Besitzers Stefan Hanöffner gebaut. Für ihn ist daher die Situation etwas komplizierter. Die Jungs müssten das Gelände von ihm pachten, die Versicherungsfragen müssten beantwortet und letztlich die sportliche Nutzung im Wald erlaubt werden, fasst er zusammen. „Ich bin ein bisschen ratlos, warte darauf, dass sich die Stadt Taucha etwas einfallen lässt.“

Die schlug den Jungen vor, mit dem Dirtpark in eine ehemalige Sandgrube in den Bereich der Ebert-Wiesen nahe der Portitzer Straße umzuziehen. Der gültige Bebauungsplan sehe dort eine große Grünfläche und eine Art Bürgerwäldchen vor, erklärte gestern Bauamtsleiterin Barbara Stein. Das Gelände gehöre der Stadt, die dort leichter handeln könne. Niels versprach, sich mit seinen Freunden dort umzusehen.

Die Sportler müssten aber auch klären, wie sie selber einen Verein gründen oder sich einem bestehenden anschließen können, so die Stadt. Da habe er bislang eher Absagen erhalten, erzählte Niels. Immerhin: Der TSV Seegeritz prüfe noch eine Aufnahme.

Hilfe kommt da von den Trendsportlern von „All-on-Sea“. Geschäftsführer Michael Glaser besuchte am Sonnabend den Dirtpark. „Der ist wirklich mit viel Liebe gebaut“, lobte Glaser. Er wolle versuchen, die Jungs irgendwie zu integrieren. Hintergrund: „All-On-Sea“ veranstaltet auch das „Seebeben“ in der Schladitzer Bucht, wo Mountainbiker große Sprünge machen – wie die Tauchaer Jungs.

Jörg ter Vehn

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