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Doppeljubiläum: Merkwitz feiert größtes Fest seit 750 Jahren

Ortsjubiläum und Feuerwehr-Geburtstag Doppeljubiläum: Merkwitz feiert größtes Fest seit 750 Jahren

Von Freitag bis Sonntag ging es im Tauchaer Ortsteil Merkwitz rund. Nicht weil der Ansteck-Button für 750 Jahre Merkwitz diese Form hatte, sondern weil viele engagierte Dorbewohner das bisher größte Fest auf die Beine gestellt hatten und so fast 2000 Menschen zum gemeinsamen Feiern anlockten.

Hunderte Menschen bevölkern an drei Tagen den Festplatz in Merkwitz.
 

Quelle: Olaf Barth

Merkwitz.  So ein Fest gab es in den vergangenen 750 Jahren in Merkwitz noch nicht. Zumindest ist in keiner Chronik je vermerkt worden, dass irgendwann drei Tage lang fast 2000 Besucher und befreundete Gäste im Tauchaer Ortsteil mit den aktuell 396 Bewohnern so lange feierten. Von Freitagabend bis Sonntagnachmittag jagt ein Programmhöhepunkt den nächsten.

Die Menschen aus Merkwitz, Taucha und Umgebung strömen in Scharen herbei. Roland Wagner, Chef der Interessengemeinschaft (IG) Merkwitz, spricht von harter Arbeit aller Mitstreiter in den letzten Monaten, um das Doppeljubiläum vorzubereiten: 750 Jahre Ersterwähnung, 75 Jahre Freiwillige Feuerwehr. Sonntagnachmittag schaut er zufrieden über die tobende Menge auf dem Festplatz am Park. Dort sorgen gerade mit einem temperamentvollen Auftritt Sängerin und Instrumentalisten der Leipziger Happy Junior Band für Stimmung. Die Leute jubeln, springen von ihren Plätzen – wie auch schon am Sonnabend, als die Show-Truppe der IG und Freunde einen lustigen Auftritt nach dem anderen vom Stapel lässt. Ein Dorf voller Showtalente, wo gibt’s da schon.

Bilder vom Dorffest in Merkwitz. Fotos: Olaf Barth

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Wagner lächelt. Bevor er wieder seine Mitstreiter beim Getränke- und Wurstverkauf unterstützt, zieht der 65-Jährige schon mal ein kleines Fazit dreier toller Tage: „Es lief alles friedlich und entspannt ab, null Stress mit Leuten und keine Pannen. Der Zuspruch war enorm, das hatten wir in der Größenordnung noch nicht. Morgen aufräumen, und dann habe ich mal wieder Zeit, was im Garten zu tun, das ist dringend nötig.“ Wie er hatten viele aus dem Dorf mit angepackt und das Fest auf die Beine gestellt. Damit unterstrichen die Merkwitzer eindrucksvoll, was auch Tauchas Bürgermeister Tobias Meier in seiner Festrede am Freitagabend gesagt hatte: „Merkwitz ist für uns zu einem Paradebeispiel für eine Dorfgemeinschaft geworden. Hier wird nicht nebeneinander, sondern miteinander gelebt. Ich schätze sehr, dass hier nicht nur gejammert, sondern angepackt und auch bei kritischen Themen nach Lösungen gesucht wird. Das Engagement der IG macht den Ort zu etwas Besonderem.“

Meier würdigt zudem die Arbeit und das Engagement der Freiwilligen Feuerwehr, die mit hohem Ansehen ein Teil der regen Dorfgemeinschaft ist. Seit ihrer Gründung habe sie Verlässlichkeit und Mitsorge gelebt. Bei einer Übung stellten die Kameraden ihr Können unter Beweis. Elf Aktive sind hier registriert, dazu sieben in der Jugendwehr und vier Mitstreiter in der Alters- und Ehrenabteilung. Die Aktiven zeigten, wie eine in Gefahr befindliche Person über den Balkon aus dem ersten Stockwerk gerettet werden kann. Ihnen zu Ehren musizierte der Tauchaer Spielmannszug und schossen die Bürgerschützen der Parthestadt Ehrensalut.

Freiwillige Feuerwehr beim Dorffest in Merkwitz. Fotos: André Lehmann

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Der Merkwitzer Wehrleiter Michael Denzer freute sich über die Glückwünsche der Kameraden aus Taucha, Pehritzsch, Liemehna, Plaußig, Gordemitz, Jesewitz und Gallen und sagte: „Wir wollten ins Bewusstsein rücken, wie wichtig die Wehr im Dorf ist, wenn es zum Ernstfall kommt. Wir brauchen dringend nicht nur Nachwuchs, sondern auch aktive Mitstreiter ab 16 Jahren, die schnell als Einsatzkräfte ausgebildet werden und uns dann verstärken können.“

Von Olaf Barth

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