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Taucha Drei Bahnsteige und ein Tunnel entstehen bis April 2019
Region Taucha Drei Bahnsteige und ein Tunnel entstehen bis April 2019
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16:17 19.10.2017
Das Schrankenwärter-Häuschen am Bahnübergang Portitzer Straße hinter Projektleiter Thomas Schwarz, Sachbearbeiter Bauwesen Helge Zacharias, Fachbereichsleiterin Barbara Stein und Bürgermeister Tobias Meier (von links) hat bald ausgedient. Quelle: Foto: Reinhard Rädler
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Seit dem Frühjahr laufen die Bauvorbereitungen für das Großvorhaben der Deutschen Bahn AG (DB) – Umbau des Bahnhofes Taucha und Verlegung der Portitzer Straße unter die Bahngleise. Die Kosten für dieses Investitionsvorhaben belaufen sich laut Bahn auf circa 45 Millionen Euro. Getragen werden die von Bund, der Deutsche Bahn sowie Taucha. Die Stadt muss etwa 5,4 Millionen Euro beisteuern, von denen allerdings 90 Prozent, also etwa 4,85 Millionen gefördert werden. Der Eigenanteil von rund 600 000 Euro ist in der Haushaltsplanung bis 2020 berücksichtigt.

Am Dienstag erfolgte nun mit einer Proberammung der offizielle Baustart. „Wir müssen untersuchen, ob der Baugrund so beschaffen ist, wie es die Planung vorsieht“, erklärte der Projektleiter der DB, Thomas Schwarz, die Rammung. Gleichzeitig würden auch eventuelle Auswirkungen der Erschütterungen an den naheliegenden Häusern der Portitzer Straße 30 und 32 überprüft. Entsprechende Messgeräte seien dazu dort installiert.

Bis in eine Tiefe von 20 Metern werden Spundwände später den Trogbau sichern. Wasserdichter Beton für die Wände und die Trogsohle soll das Grundwasser fernhalten. Oberflächenwasser, das später bei Regen und tauendem Schnee anfallen wird, werde durch abwassertechnische Lösungen der Leipziger Wasserwerke mit Pumpen abgeleitet werden. Der Trogbau werde etwa 200 Meter lang, die Baugrube soll an ihrer tiefsten Stelle 6,50 Meter betragen. Die spätere Durchfahrtshöhe liege dann bei 4,50 Metern. Für Ende April 2019 ist geplant, dass die ersten Fahrzeuge durch die Unterführung rollen.

Parallel zum Trogbau wird auch der Umbau des S-Bahn-Haltepunktes in Angriff genommen. Die Gleisführungen und der Bahnsteig eins sollen im Juni 2018 und die der Gleise zwei und drei Ende März 2019 fertiggestellt sein. Gleis wird ein Wendpunkt werden, in dem die Züge enden und nach Umschaltung des Antriebes „rückwärts“ wieder ausfahren, erklärte Schwarz.

Während der gesamten Baumaßnahme und auch jetzt schon ist der Durchgang für Fußgänger aus und in den stadtauswärtigen Teil der Portitzer Straße an einem beschrankten Behelfs-Übergang möglich. „Wir werden im Internet bis spätestens Ende November eine Plattform einrichten, auf der wir über Termine und Maßnahmen rund um das Baugeschehen informieren wollen“, so der Projektleiter. Grundstücksanlieger und Mieter würden darüber hinaus bei Erfordernis schriftlich in Kenntnis gesetzt.

„Es ist lange und viel geredet worden, nun geht es endlich los. Lange genug haben wir alle an der geschlossenen Schranke gestanden“ sagte Bürgermeister Tobias Meier (FDP) beim Vor-Ort-Termin. Er hoffe, dass alle Termine auch gehalten und die Kosten im geplanten Rahmen bleiben werden.

Von Reinhard Rädler

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