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Taucha Drifter-Taxis laden zum Mitfahren ein
Region Taucha Drifter-Taxis laden zum Mitfahren ein
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09:21 29.06.2017
In den rasanten Kurvenfahrten qualmen die Reifen. Beim Driften ist der Verschleiß entsprechend hoch, sodass die Räder alle paar Durchläufe mit anderen, meist gebrauchten Reifen bestückt werden müssen. Quelle: Foto: Olaf Barth
Taucha

So richtig leise ist es in Taucha am vergangenen Sonnabend nicht, zumindest nicht zwischen 10 und 16 Uhr. Und dabei sind diesmal nicht Rasenmäher oder elektrische Heckenscheren in Gärten und Grundstücken gemeint. Vielmehr treiben Windböen die Geräusche aufjaulender Auto-Motoren und quietschender Reifen vom Icefighter-Gelände Richtung Innenstadt. Was den einen vielleicht nervt, lockt den anderen erst Recht in die Straße des 17. Juni, um sich dieses bisher einmalige Spektakel in Taucha nicht entgehen zu lassen.

Neben dem Eiszelt findet ein diesmal angemeldetes und organisiertes Treffen von Freunden der Autoszene statt. Über soziale Netzwerke wurden die rund 150 Teilnehmer eingeladen. Und sie kommen aus allen Himmelsrichtungen mit ihren Edel-Karossen und anderen sportlich sowie optisch aufgemotzten Wagen. Besonders amerikanische Autotypen ziehen die Blicke der Besucher auf sich. Und damit auch ein „bisschen Bewegung“ auf dem Gelände ist, bat Organisator Johannes Geißler (25) Freunde aus der Drifter-Szene zum Stelldichein, darunter das holländische Team „SW Performance“ aus Hoogeveen. Dessen Fahrer laden in ihre „Taxis“ Zuschauer ein, die gegen einen Obolus als Beifahrer in den rasanten Fahrten mit um die Kurven drifteten.

Helm auf, mit dem Fünf-Punkt-Gurtsystem im engen Sportsitz angeschnallt – und ab geht es. Besonders begehrt ist das grüne „Taxi“ von Bart Teeninga. Der 24-Jährige Pro Drifter macht nur zum Nachtanken und für Reifenwechsel Pausen, ehe er seinen knapp 680 PS starken Flitzer wieder auf den Parcours steuert. Im Kreisel verschwindet das auf einem Nissan basierende Fahrzeug komplett im Reifenqualm, um dann dröhnend auf der Geraden zur nächsten Kurve zu rasen, die dann wieder mit schleuderndem Heck und gegensteuernden Vorderreifen sicher genommen wird. „Absolut geil“, schwärmt Jan Gabler. Mit strahlenden Augen schält sich nach ein paar Drift-Runden der 22-Jährige aus dem tiefer gelegten, umgebauten Nissan. Der Motorsport-Fan war aus Naumburg wegen dieser Schau nach Taucha gekommen und ist begeistert.

Spaß hat auch Ellen Woitke aus Delitzsch. Die 27-Jährige ist wie Veranstalter Geißler bei BMW in Leipzig beschäftigt. „Ich liebe es, an Autos rumzuschrauben, ich würde mir deshalb auch nie ein neues kaufen, viel zu langweilig“, erzählt sie. Mit ihrem Skoda Felicia ist sie wegen dessen Kofferrauminhaltes eingeladen worden. Dort sind neben einem Hifonics Subwoofer weitere Lautsprecher-Boxen eingebaut. Über 140 Dezibel bringe ihr „Spielzeug“.

Punkt 16 Uhr ist Schluss mit der Vorstellung. Neben Organisator Geißler ist auch Tauchas Stadtverwaltung mit dem Verlauf des Events zufrieden. Es wurde sich an alle Auflagen und Abmachungen gehalten, heißt es auf Anfrage. Nach diesem kurzfristig anberaumten Pilotprojekt könnte es nun im nächsten Jahr ein oder zwei weitere solche Treffen geben.

Von Olaf Barth

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