Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Taucha Ein Schuljahr voller Kompromisse
Region Taucha Ein Schuljahr voller Kompromisse
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:50 19.05.2015
Andreas Kießling Quelle: Olaf Barth

Denn wie berichtet ist diese Bildungseinrichtung zugleich auch Baustelle. "Dennoch ist der Schulbetrieb erstaunlich ruhig angelaufen. Ein Riesenkompliment möchte ich den Reinigungskräften machen. Sie haben nach den Bauarbeiten in den Sommerferien die Schule wieder in so einen Zustand versetzt, dass hier überhaupt erst Unterricht möglich ist. Das war eine Riesenleistung", lobt Schulleiter Andreas Kießling.

Natürlich gehe die Organisation des Schulalltages unter diesen Umständen nicht ohne Kompromisse und Reibungspunkte ab. "Es geht eben nur mit Einschränkungen, und das ist manchen Eltern nur schwer zu vermitteln. Wir können keinen Einzelinteressen nachkommen, wenn das Ganze im Blick behalten werden soll", sagt Kießling. Damit auch die Bauarbeiter am Tage etwas tun können, wurden die Unterrichtszeiten entsprechend organisiert. Dadurch komme es für manche Schüler allerdings zu einer bis zu 45-minütigen Wartezeit zwischen der letzten Stunde und der Abfahrt des Schulbusses. "Das Busunternehmen kann jetzt seinen Plan nicht aufgrund einer einzelnen Schule umstellen. Wir wollen noch einmal die Stundenpläne abgleichen, werden versuchen, die Wartezeit mit Ganztagsangeboten oder einer Hausaufgabenstunde aufzufangen", kündigt Kießling an. Wenig erfreut seien manche Eltern auch darüber, dass ihre Kinder nicht zu jenen gehören, die einen der weniger gewordenen Fahrradabstellplätze zugesprochen bekamen. "Es passen derzeit nicht mehr Räder auf den Hof. Wer nicht ganz so weit weg wohnt, muss eben auch mal zu Fuß zur Schule kommen", bittet Kießling um Verständnis.

Ein großer Brocken des Umbaus stehe noch bevor: "Das wird eine spannende Sache, wenn es mit dem Dachausbau los geht. Allmählich kommt die Bausubstanz offenbar an die Grenze ihrer Belastbarkeit. Es fällt stellenweise schon der Putz von der Decke", berichtet der Direktor und zeigt die Stellen. "Doch bisher ist alles im grünen Bereich. Die Absprachen zwischen uns, der Tauchaer Stadtverwaltung und dem Planungsbüro laufen schnell und reibungslos", sagt der 51-Jährige, der "sein" improvisiertes Büro mit Sekretärin Ines Spangenberg und Stellvertreterin Christine Simon teilt. Telefonate, gleichzeitige Gespräche am Tisch sowie Schüler und Lehrer, die zahlreich den Raum mit ihren Anliegen betreten, vermitteln den Eindruck eines Taubenschlages.

"Wir müssen nach vorn schauen, das ist das einzige was hilft. Wir dürfen das Ziel nicht aus den Augen verlieren, das wir mit dem Umbau erreichen wollen. Besonders die zusätzlichen neuen Klassenräume werden der Schule gut tun", ist sich Kießling sicher und lächelt. Die jetzigen Einschränkungen seien ja nur temporärer Natur: "Nächstes Jahr sollte alles wieder funktionieren."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.09.2013

Olaf Barth

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wenn Handwerker-Gesellen auf Wanderschaft gehen, dann haben sie sich an strenge Regeln zu halten. Das betrifft nicht nur das strikte Verbot, sich drei Jahre und einen Tag dem Heimatort zu nähern.

19.05.2015

Als ein "Farbtopf an Vielseitigkeit" bezeichnet sich das Leipziger Atelier Nord selbst, wovon sich die Besucher der Kulturscheune des Tauchaer Rittergutes am vergangenen Wochenende überzeugen konnten.

19.05.2015

Nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit ist in den letzten Wochen im Tauchaer Stadtteil Dewitz ein kleines Schmuckstück entstanden. Im Bereich An den Höfen wurde auf Betreiben einer Elterninitiative und der Kindereinrichtung Dewitzer Spatzennest ein ganz neuer Spielplatz errichtet.

19.05.2015
Anzeige