Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 9 ° heiter

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Ein bisschen wie Beckmann

Ein bisschen wie Beckmann

Mitten zwischen den Portraits von Max Beckmann im  Museum der Bildenden Künste Leipzig durften Achtklässler des Tauchaer Gymnasiums gestern selber zu Stift und Block greifen – und dem großen Meister nacheifern.

Voriger Artikel
Rotbuche am Festplatz muss gefällt werden
Nächster Artikel
Schläger müssen lange hinter Gitter

Kunstunterricht mal anders: Die Achtklässler versuchen in der Leipziger Max-Beckmann-Ausstellung, ihr Modell Renaud Poulain (rechts) auf Papier zu bannen. Schon wegen seiner Haarpracht ein nicht allzu einfaches Unterfangen.

Quelle: Jörg ter Vehn

Taucha/Leipzig. Renaud Poulain hat die Ruhe weg. Der junge Mann aus Marseille mit dem Lockenkopf bewegt sich nicht. Das Licht eines Strahlers von der Seite betont seine markanten Formen. Poulain sitzt öfter Modell bei Malkursen. So junge Künstler hat er jedoch selten vor sich.

Alina (13) und Elisa (14) versuchen, den jungen Franzosen mit dem Bleistift einzufangen. Ihr Blick wandert immer zwischen Poulain und ihrem Zeichenblock hin und her. „Die Haare sind das Schwierigste“, sagen sie unisono. „Schon wegen der vielen Locken“, seufzen sie. Mehr oder weniger große Berge bleistiftgrauer Kreisel finden sich denn auch auf allen Blöcken der Schüler.

„Die Haare unseres Modells sind besonders spannend“, schmunzelt Kathrin Landa. Die Künstlerin leitet den kleinen Workshop, gab den Schülern den Tipp, sich beim Portrait auf das Wesentliche zu beschränken. Für die ehemalige Meisterschülerin von Annette Schröder und Sighard Gille sind die Achtklässler Herausforderung und künstlerisch interessant zugleich. Laut Lehrplan kommen Portraits erst ab der neunten Klasse dran, „die Schüler gehen also ganz undogmatisch an die Aufgabe ran“, freut sie sich. „Sie müssen eigene Lösungen finden, ganz ohne Regeln“, erzählt sie.

phpvjg1hI20111102165916.jpg

Ein jeder auf seine Art: erste Skizzen der Schüler beim Workshop im Museum der Bildenden Künste Leipzig.

Quelle: Jörg ter Vehn

Kunstlehrerin Roswitha Riemann wuselt zwischen den Schülern umher. Sie hatte an einer Weiterbildung des Klett-Schulbuchverlages zur der Max-Beckmann-Ausstellung teilgenommen und sich um einen der vier Portrait-Workshops beworben – eine von mehr als hundert Anmeldungen. „In den Herbstferien kam dann der Anruf vom Verlag und es musste alles ganz schnell gehen“, erzählt sie. Alle zogen mit und ermöglichten der Klasse den besonderen Ausflug in die Museumswelt.

In der Beckmann-Ausstellung habe es zunächst eine kurze Einführung in das Werk des Künstlers gegeben, sagt sie, bevor sich die Klasse zwei Selbstportraits von Beckmann näher angeschaut habe: ein frühes impressionistisches und ein spätes expressionistisches. Letzteres mit seinen markanten Formen habe als Orientierung für die Arbeit dienen sollen.

„Licht und Schatten – das ist schwierig“, meint Moritz (13). Er hat als einer der ersten sein Bildnis fertig und sich auch gleich an etwas Farbe herangetraut. Sein Portrait hat durchaus Ähnlichkeit mit dem jungen Franzosen – was nicht unbedingt von allen Bildern des Tages gesagt werden kann.

Künstlerin Landa ist nicht enttäuscht. Ihr sei ein markant gezeichnetes Bild, in der die eine oder andere Besonderheit des Modells eingefangen sei, mitunter lieber als ein allzu flächiges Bildnis, erklärt sie.

Jörg ter Vehn

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Taucha
  • LVZ-Sommerkino im Scheibenholz
    LVZ Sommerkino im Scheibenholz: Alle Infos zu Filmen, Ticketverkauf und dem Rahmenprogramm.

    Das LVZ-Sommerkino lud wieder zu unterhaltsamen Filmabenden ins Scheibenholz ein. Sehen Sie hier einen Rückblick in Fotos und Geschichten. mehr

  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

  • Jahrtausendflut 2002

    Entlang von Mulde, Elbe und Pleite brach im August 2002 eine verheerende Flutkatastrophe herein. Die LVZ zeigt eine Bestandsaufnahme. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2017

    "Sport frei!" heißt es auch 2017 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Gutes von hier

    Das regionale Schaufenster mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Leipziger Raum - von traditionell bis innovativ. Gutes von hier eben! mehr