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Taucha „Einigkeit“ beginnt neue Saison neben neuem Gleisbett
Region Taucha „Einigkeit“ beginnt neue Saison neben neuem Gleisbett
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17:53 01.03.2019
Nach dem Umzug: Dort wo jetzt das neue Gleisbett liegt, befand sich vorher der Garten von Karin und Frank Wynath. Quelle: Foto: Olaf Barth
Taucha

In einigen Parzellen wird schon fleißig Unkraut von Wegen entfernt oder es werden Gartenmöbel gestrichen. Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen zieht hier schnell wieder Leben ein. Auch Teresa Voigt ist eilig zu ihrem Garten unterwegs, stoppt aber kurz am Vereinsheim. Dass dort alles ordentlich ist, liegt in den Händen der 67-Jährigen. „Sie ist die ,gute Seele’ bei uns“, sagt Vereinsvorsitzender Karl-Heinz Zeckei. Der 81-Jährige leitet seit 32 Jahren die Geschicke des Vereins. Dessen Areal mit einst 120 Parzellen erstreckt sich zum großen Teil neben der Bahnstrecke Leipzig-Eilenburg.

Seit Zeckei in einem LVZ-Artikel 2005 erstmals von den großen Umbauplänen der Bahn erfuhr, setzte er sich mit seinem Vorstand gegenüber Behörden und der Bahn energisch für die Interessen und Belange der Kleingärtner ein. Mit Protestschreiben wurde gegen die beabsichtigte Schließung des Bahnübergangs am Gerichtsweg vorgegangen. Der befindet sich gleich neben dem Eingang zur Gartenanlage, was besonders für die älteren Pächter praktisch ist. Doch vergeblich.

Viele Leitungen für Gärtner verlegt

Inzwischen klingt Zeckei versöhnlich: „Wenn eine Entscheidung endgültig getroffen wurde, muss man das dann irgendwann akzeptieren und sich auf die Situation einstellen. Wir haben dafür andere Dinge erreicht.“

Zum Beispiel: Wege und Gärten neben dem nun verbreiterten Bahngelände wurden so gebaut, wie es der Senior auf Papier skizziert und den Verantwortlichen vorgelegt hatte. Der ursprüngliche Planentwurf wurde gekippt.

Nach dem Rückbau der Gärten und der Entsorgung der alten Anlagen durch die Bahn legte das Unternehmen außerdem nach Zeckeis Vorstellungen 300 Meter befestigten und befahrbaren neuen Gartenweg an, zog 400 Meter Außen- und 200 Meter Innenzäune, verlegte eine 350 Meter lange Wasserleitung mit sechs Versorgungsgruben und übergab dem Verein voriges Jahr ebenso 300 Meter verlegte Stromkabel mit vier Unterverteilungen.

Keine Missstimmung im Verein

„Das hat alles sehr gut geklappt, per Handschlag getroffene Vereinbarungen wurden eingehalten, die Arbeiten in sehr guter Qualität ausgeführt. Es gibt auch im Verein keine Missstimmung. Am Ende zählt das Ergebnis, und das ist in Ordnung“, zieht Zeckei ein Fazit nach all den Veränderungen, die der Verein durchstehen musste. Der ehemalige Diplom-Ingenieur ist dem Projektleiter Thomas Schwarz von der DB dankbar für die gute Kooperation, auch die anderen beteiligten Firmen hätten ganze Arbeit geleistet.

„Da, wo das neue Gleisbett liegt, da war früher unser Garten“, sagt Frank Wynath (62). Mit der neuen Parzelle seien er und seine Frau Karin (64) zufrieden. Sie hätten sich schon eingerichtet. „Das ist wie ein Wohnungsumzug. Aber nutzen konnten wir den neuen Garten kaum. Bei der Trockenheit verursachten voriges Jahr die Bauarbeiten der Bahn so viel Staub, dass wir kaum draußen sitzen konnten. Das wird dieses Jahr hoffentlich besser“, wünscht sich das Ehepaar.

Einige beräumte Flächen sind jetzt Grabeland, können aber Gartenparzellen werden, wenn sich Interessenten finden. Die können sich gern beim Verein melden und zum Beispiel jeden ersten Montag im Monat ab 18.30 Uhr ins Vereinsheim zur Vorstandssitzung kommen.

Von Olaf Barth

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