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Entlastung für Taucha nicht in Sicht

Staufalle Bundesstraße 87 in der Parthestadt Entlastung für Taucha nicht in Sicht

Wie geht es weiter mit der B 87 in Taucha? Der Bau einer neuen Trasse steht weiter in den Sternen. Zumal der Landkreis Nordsachsen sich mit der jetzigen nicht so dringlichen Einordnung des Projektes in den Bundesverkehrswegeplan zufrieden gibt.

Der tägliche Stau in Taucha auf der B 87 mitten durch die Stadt.

Quelle: Olaf Barth

Taucha. Es gab Zeiten, da hat sich der Landkreis Nordsachsen vehement für einen baldigen Neubau der B 87 zwischen Leipzig, Torgau und darüber hinaus eingesetzt. Da hat dann der ehemalige Landrat Michael Czupalla (CDU) auch schon mal persönlich in der Landeshauptstadt Dresden versucht, Druck zu machen, damit das schon seit Jahren gerade auch im Abschnitt Eilenburg-Leipzig dahindümpelnde Projekt vorankommt. Inzwischen wird das mit dem „Druck machen“ im Landratsamt (LRA) offenbar etwas anders gesehen.

Verwundert und teils empört nahmen Kommunalpolitiker sowie Vertreter der Wirtschaft in diesem Monat zur Kenntnis, dass sich das LRA damit abfindet, dass die B 87 n im aktuellen Bundesverkehrswegeplan 2030 (BVWP) nicht unter der Kategorie „Vordringlicher Bedarf“ geführt wird. Sie rangiert in der Sparte „Weiterer Bedarf mit Sternchen“. Das heißt, wenigstens die Planungen dürfen weiter vorangetrieben werden (die LVZ berichtete). Unter der Überschrift „Eine Betrachtung mit Augenmaß“ teilte das LRA diesen Monat mit, dass diese Einordnung des Projektes den Erwartungen des Landkreises Nordsachsen entspricht. Dabei wird auf einige bereits in Planung und in Realisierung befindliche Abschnitte der B 87  verwiesen. Auch würden sich die bereits fertiggestellten Maßnahmen positiv auswirken, teilte Landrat Kai Emanuel (parteilos) mit. Zu fordern, die B 87 n in den vordringlichen Bedarf aufzunehmen, sehe er kritisch, da dies „die greifbaren und in der Umsetzung befindlichen Infrastrukturmaßnahmen“ stoppen könnte.

Gemeint sind dringend benötigte Ortsumfahrungen wie die für Hohenossig, die dann möglicherweise warten müssten, bis alle Entscheidungen für die B 87 n zu Trassenverlauf, Finanzierung und Baubeginn getroffen wurden. Im jetzigen Status kann frühestens ab 2030 mit einer Finanzierung für den Bau gerechnet werden. Auch bezüglich der Parthestadt äußerte sich das LRA: „Zur Entlastung der Stadt Taucha bedarf es kreativer Ideen, die in gemeinsamen Gesprächen der Verantwortlichen vor Ort und den Verkehrsexperten entwickelt werden müssen.“ Nun wurde bekannt, dass für Mitte Mai im Tauchaer Rathaus ein Treffen der Stadtverwaltung mit Vertretern des Landratsamtes sowie des Sächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) vereinbart wurde, bei dem speziell auch die Tauchaer Probleme bezüglich der B 87 zur Sprache kommen sollen.

Bei einer Debatte mit Politikern und Behördenvertretern vorige Woche in Torgau beklagte der Vertreter des SMWA, dass man bei der Anbindung einer B 87 n an Leipzig mit der Messestadt nicht unter einen Hut käme. Hier will nun Taucha als Vermittler bei den Verhandlungen helfen, sagte Bau-Fachbereichsleiterin Barbara Stein während der Debatte. Es gebe Signale, dass die Nordvariante für die Messestadt gar nicht so ausgeschlossen sei.

Im Zuge des Anhörungsverfahrens zum BVWP wollen sich nun parteiübergreifend Politiker aus Nordsachsen und Vertreter der Wirtschaft dafür einsetzen, die B 87 n doch noch in den vordringlichen Bedarf zu bekommen.

Von Olaf Barth

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