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Ereignisreiche Nacht für Tauchas Feuerwehr

Ereignisreiche Nacht für Tauchas Feuerwehr

Kaum eine Verschnaufpause war den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Dienstagnacht und Mittwochmorgen vergönnt. Innerhalb von zwölf Stunden wurden sie gleich dreimal alarmiert.

190 Ballen brennen in Dewitz: Gleich zweimal mussten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr in der Weltewitzer Straße löschen.

Quelle: Daniel Große

Taucha. Während just 21.05 Uhr die Sirene erstmals lauthals zu heulen begann, folgte der schrille Ton 4.45 Uhr erneut. 9.01 Uhr tönte sie letztmalig. Ob die Brände in der Tauchaer Karl-Große-Straße und in der Weltewitzer Straße in Dewitz in einem Zusammenhang stehen, bleibt offen. Der oder die Übeltäter und die Motive sind noch unbekannt. Die Polizei hat mit ihren Ermittlungen begonnen.

Nur rund 40 Minuten dauerte am Dienstagabend der erste Einsatz. Nachdem die Kameraden 21.05 Uhr alarmiert wurden, fuhren sie in die Karl-Große-Straße. Von dort war die Rauchentwicklung gemeldet worden. Gegenüber dem Kino CT Lichtspiele qualmte es aus einem ehemaligen Pförtnerhäuschen. Eine offene Flamme hatte sich nicht entwickelt, sodass der Schwelbrand schnell gelöscht werden konnte. Vor Ort stellte die Polizei Kleidungsstücke und eine Decke sicher, die offenbar einem Obdachlosen gehören, der in dem kleinen Gebäude laut Aussage von Passanten des Öfteren nächtigt. Gegen 21.40 Uhr konnten die Kameraden abrücken.

Die erhoffte Ruhe kehrte indes nicht ein. Die Kameraden wurden in der Nacht erneut alarmiert. Gegen 4.45 Uhr wurde ein Brand in der Weltewitzer Straße in Dewitz gemeldet. Dort standen zwei Heuballen in Flammen. Das Ausmaß des Strohbrandes hielt sich in Grenzen, so dass die Floriansjünger ihre Löscharbeit schnell beenden konnten. Doch dem war nicht genug: 9.01 Uhr wurde abermals Alarm ausgelöst – wieder brannten an gleicher Stelle Heuballen. Dieses Mal stand aber der gesamte Stapel, bestehend aus 120 Heu- und 70 Strohballen, in Flammen.

Die kurz aufeinander folgenden Brände hatten den Futtervorrat des dort ansässigen Biobauern Holger Weichhan vernichtet. Beim diplomierten Ingenieur für Landespflege lagen die Nerven blank. So vermutete Weichhan anfänglich, dass möglicherweise das erste Feuer von den Kameraden nicht richtig abgelöscht worden sei. „Die haben wohl am frühen Morgen nicht richtig gelöscht“, sagte er aufgelöst und mit betrübtem Blick auf das verbrannte Hab und Gut.

Wehrleiter Cliff Winkler widersprach dem entschieden: „Wir haben nach Abschluss der Löscharbeiten den gesamten Stapel mit der Wärmebildkamera untersucht und dabei eine Temperatur von fünf Grad Celsius festgestellt. Da hat nichts mehr geglimmt“, sagte er. Die genaue Brandursache muss nun von der Polizei ermittelt werden.

Wasserbüffelfarm-Besitzer Weichhan vermutet Brandstiftung. „Hier am Feldrand entzündet sich ja nichts von selbst“, meinte er und schätzt den Gesamtschaden auf über 7000 Euro. „Soviel haben in etwa Heu und Stroh im Sommer gekostet. Jetzt muss ich sehen, wo ich geeignetes Heu für meinen Bio-Betrieb herbekomme und habe zudem die Transportkosten zu tragen“, erklärte er resigniert. Daher vermute er, dass die Kosten für Schadensbeseitigung als auch die Wiederbeschaffung wohl eher in Richtung 10 000 Euro schnellen würden.

Die Freiwilligen Feuerwehren aus Taucha und Merkwitz waren mit 16 Mann vor Ort. Der Einsatz dauerte bis in die frühen Nachmittagsstunden. „Wir haben die Ballen auseinander- gezogen, damit auch das letzte Glutnest gelöscht werden konnte“, so Cliff Winkler.

Daniel Große / Alexander Bley

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