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Taucha Erste Knöllchen am Kino
Region Taucha Erste Knöllchen am Kino
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05:00 24.07.2010
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Taucha

Eines der ersten Opfer ist Jaqueline Dienst. Die 19-Jährige stellte ihren Kleinwagen am Donnerstag gegen 7 Uhr auf dem Parkplatz ab, um mit der Straßenbahn zu ihrer Praktikumsstelle nach Leipzig zu fahren. „Als ich gegen 14 Uhr wieder zurück war, hatte ich den Strafzettel unter dem Scheibenwischer“, berichtet sie. Kurios an dieser Tatsache war nur, dass neben Dienst ein Auto geparkt hat, das keinen Strafzettel unter dem Scheibenwischer hatte, sagte die Tauchaerin. „Neben mir stand auch ein Auto mit einem Zettel auf dem stand, dass dieses heute zum letzten Mal hier parke. Nun fühlt sich Jaqueline Dienst unrecht behandelt „Hier wird mit zweierlei Maß gemessen. Entweder alle bekommen eine Schonfrist oder gar nicht. Es kann nicht sein, dass offenbar ein einfacher Entschuldigungszettel reicht, um der Strafe zu entgehen“, meint auch ihre Mutter Cornelia, die die Halterin des Wagens ist.

„Warum das eine Fahrzeug einen Strafzettel hatte und das andere nicht, kann ich nicht beurteilen. Für uns sind private Sicherheitsunternehmen tätig, die erfolgsabhängig bezahlt werden“, sagt Wemax-Inhaber Torsten Märker. Gerechtigkeit gebe es aber ohnehin nicht, erklärt er: „Es kann auch sein, dass ein Auto abgeschleppt wird und das andere nicht. Man muss dort eine Auswahl treffen. Ob es nun reiner Zufall war oder es objektive Gründe gab, weiß ich nicht.“ Fakt sei, dass jeder, der sich ungerecht behandelt fühlt, bei seinem Unternehmen anrufen könne. „Wir finden immer eine Lösung, die Vertragsstrafe zu mildern“, bietet er an. Nur wer sich gar nicht rühre und auch nicht zahle, müsse mit Mahnungen vom Anwalt und schließlich einem gerichtlichen Mahnbescheid rechnen, der viel höhere Kosten verursache.

Im Ordnungsamt der Stadt Taucha versteht man beide Seiten. „Natürlich darf der Eigentümer bestimmen, was mit seinem Grundstück geschieht. Allerdings ist das an dieser Stelle sehr bedauerlich, weil es jahrelang geduldet war, dort zu parken“, sagt Amtsleiter Albrecht Walther mit Blick auf jene Pendler, die dort in die Straßenbahn steigen. Deswegen verweist er auf die Parkplätze in der Lindnerstraße. „Wir haben dort die Kurzparkzone verkleinert, nun sind ausreichend Flächen vorhanden.“

Daniel Große

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