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Taucha Erweiterungspläne für Flugplatz Taucha
Region Taucha Erweiterungspläne für Flugplatz Taucha
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21:00 28.06.2010
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Taucha

Der Verein möchte wegen der guten Resonanz gerne das Areal ausbauen.

Derzeit nutze der Aero-Club als Untermieter des Fliegerclubs Leipzig-Taucha zwei Hangarhallen sowie einen Container als Büro, erklärte Schäfer. „Wir wollen die Entwicklung des Platzes aber gerne vorantreiben“, erzählt Schäfer. Geplant sei, drei weitere Container anzubauen. „Wir benötigen den Platz als Vereins-, Schulungs- und Aufenthaltsräume“, sagt er. Der Club bemühe sich derzeit, die entsprechenden Bauanträge an die Stadt zu stellen. Die habe aber auf jeden Fall Rückhalt signalisiert, so Schäfer.

Bauamtsleiterin Barbara Stein bestätigte das gestern. Sie habe beim Landratsamt nach den nötigen Unterlagen für das besondere Planungsgebiet Flugplatz gefragt. Dort sei ihr gesagt worden, dass kein aufwändiges Bebauungsplanverfahren nötig sei, wenn die Container unmittelbar dem Flugbetrieb zugehörig sind, als eine Art Mini-Tower dienen. Allerdings müsse das Luftfahrtamt eingeschaltet werden und die Container erlauben. „Die Gebäude würden auf jeden Fall einen Qualitätssprung für den Flugplatz bringen“, glaubt Stein.

31 Mitglieder habe der Aero-Club, sagt Schäfer. Acht Flugzeuge, unter ihnen drei Kunstflieger, seien am Schwarzen Berg in den Hangars untergestellt. Darunter befindet sich auch die Yak 52, die am Sonnabend für Aufsehen über Taucha sorgte. Pilot Christian Raithel flog mit der russischen Ausbildungsmaschine gleich mehrere Loopings nacheinander über dem Platz, donnerte anschließend mit fast 350 Stundenkilometern über die Landebahn. Angesichts der himmlischen Paradestückchen der Yak bekam so mancher Zuschauer ein Ziehen im Nacken. Besucher Harry Hoffmann quetschte anschließend gleich den Piloten aus, wie er nur an den russischen Zweisitzer gekommen ist. Die Yak stamme aus den Achtzigerjahren und sei in der Ukraine geflogen, erklärte Raithel knapp.

Augenweide des Festes war jedoch eine gelbe Tigermotte. Die englische de Havilland „Tigermoth“ aus dem Baujahr 1942 stamme aus dem „Fliegenden Museum“ von Josef Koch aus Großenhain, sei von Vereinsmitglied und Fluglehrer Ralf Moritz nach Taucha geflogen worden, erzählte Schäfer.

Er schwört auf eine andere Art der Fliegerei: Motorschirmfliegen. Das sei derzeit eine Trendsportart, erzählt er, „und ist nicht teurer als Motorradfahren“. Eine Flugstunde koste drei Liter Benzin, „und 60 Euro pro Jahr fallen für Versicherungen an, sonst nichts“. Der Trick dabei: Die Piloten hängen an einem etwas größeren Gleitschirm, ein Huckepackmotor schiebt Mann oder Frau durch die Lüfte. „Das ist die Sportart für Individualisten“, schwärmt Schäfer. „Man kann die Ausrüstung, die auch nicht teurer ist als ein Motorrad, in den Urlaub mitnehmen und darf dort fast überall fliegen.“

Jedes Jahr bilde alleine er zwischen 20 und 30 Männer und Frauen an den Motorschirmen aus.

Jörg ter Vehn

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