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„Ewig dürstend“ wiegen sich die Kelche im Wind

„Ewig dürstend“ wiegen sich die Kelche im Wind

Die Kunst ist wieder auf den Kleinen Schöppenteich gezogen. Besser: gezogen worden. Bernd Rossa und Norman Inn von der Firma Bauverfugung schleppten gestern Nachmittag mit einem kleinen Boot das von vielen schon vermisste Kunstwerk wieder auf den Teich und befestigten es dort.

Taucha. Was viele nicht wussten: Es war der zweite Anlauf in diesem Jahr, die sich wiegenden Kelche von Franziska Möbius aus Leipzig in Stellung zu bringen. „Beim ersten Mal am 26. März kam ich etwas zu spät und konnte gerade noch mitansehen, wie die Kelche samt Befestigung umkippten“, erzählte die Künstlerin gestern amüsiert.

„Das Balken-Dreieck, an dem die Stängel befestigt sind, konnte nicht richtig am Boden verankert werden“, erklärte René Werner. „Es war mit Seilen am Boden befestigt gewesen, die nach gut zwei Jahren einfach weggefault waren.“ Provisorisch war versucht worden, das Kelch-Dreieck nur an einem Anker zu befestigen – mit dem bekannten Ergebnis.

Danach war erst einmal lange Zeit Ruhe um das Stückchen Kunst im Park. Weil die Anker natürlich in dem trüben, stark verschlammten Wasser ebenfalls verloren waren, seien beim Bauhof schließlich neue bestellt worden, erzählte Werner. Gestern nun wurden an drei alten Gehwegplatten, an denen Ketten nach oben führen, das Kunststück von Möbius festgezurrt. Vorher waren allerdings noch Schönheitsreparaturen nötig gewesen. „Einige der Kelche waren beschädigt, ich habe sie aus einem Polymer-Gewebe, wie es auch für Lastwagen-Planen genommen wird, neu hergestellt“, erzählte die Künstlerin. Ein Kelch musste zudem ausgetauscht werden, weil der für die Statik wichtige, aber von außen unsichtbare Kranz im Innern aus dünnem Kunststoff gebrochen war.

Ebenfalls erneuert wurden einige der Bohrlöcher, die für eine nun gleichmäßigere Ausrichtung der Kelche sorgen sollen. „Schöner ist es, wenn sie sich in der selben Richtung im Wind wiegen“, schwärmte Möbius. Und: Einige der Stängel wurden gekürzt, um ihre Bewegung etwas einzuschränken.

Das Ergebnis konnte die Tauchaer schon am Abend sehen. „Ewig dürstend“, so der Name der kinetischen Plastik, wogten die blauen Blüten im Wind. Der Regen wird sich in ihren Kelchen fangen, bis das Gewicht auf den Stängeln zu groß wird, die Blüten kippen, „und sich mit einer Verneigung entleeren“, umschreibt es Möbius selbst.

Jörg ter Vehn

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