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Feier mit Brot und Salz - Hochzeitszeremonie auf dem Schloss beliebt

Feier mit Brot und Salz - Hochzeitszeremonie auf dem Schloss beliebt

Seit gut einem Jahr trauen sich frisch vermählte Paare noch einmal extra – auf dem Rittergutsschloss Taucha. Mehr als 30 Ehen haben seitdem die weltliche Hochzeitszeremonie des Schlossvereins erlebt.

Taucha. „Wir ziehen nächste Woche sowieso von Leipzig nach Taucha. Daher die Trauung hier“, erzählten gestern Mittag Viola und Jens Wolff. Die Hochzeitszeremonie des Vereins sei ihnen vom Standesamt vorgeschlagen worden, „eine schöne Idee“, fanden beide. So wurden sie gestern nach dem offiziellen Formalitäten im Rathaus zum Schloss geleitet, wo ihnen am Tor eine mittelalterlich gekleidete Delegation des Vereins ihren Gruß erwies.

Brot und Salz gab es. Und Evamaria Stichel erklärte in wohlfeilen Worten den Sinn hinter diesem alten Brauch, der Gutes wünscht: Nahrung, Gesundheit, Fruchtbarkeit, aber auch Gesundheit und etwas Wohlstand. Es sei zudem Brauch, gemeinsam Wasser aus dem tiefen Schlossbrunnen zu schöpfen und aus einem Kelch zu trinken, fuhr sie fort. Zur Freude der Gesellschaft – und weil es einfacher ist – gab es jedoch Sekt, den Stadtrat und Historiker Detlef Porzig, verkleidet als Antoniter-Mönch, einschenkte. Eine frisch gesiegelte Urkunde beschloss feierlich den Bund.

„Die Reaktionen der Brautleute sind eigentlich immer positiv“, erzählte Stichel. Rund 30 Mal sei die Zeremonie seit ihrer Einführung vor gut einem Jahr vollzogen worden. Das bedeute allerdings auch immer eine großen Aufwand für die vier Vereinsvertreter, die an jeder Zeremonie teilnehmen. Teilweise sei es gar nicht immer so einfach, unter dem knappen Dutzend Freiwilligen des Vereins die Termine aufzuteilen – zumal auch in der Woche geheiratet wird.

„Im vorigen Jahr sind durch die Zeremonien mehr als tausend Euro in die Vereinskasse gekommen“, freute sich Porzig. Das Geld werde für die Instandhaltung des Schlosses benötigt. Der Schlossvereins-Vorsitzende Jürgen Ullrich ist dankbar für das Engagement. In diesem Jahr seien 20 Brautpaare angemeldet, „viel mehr geht gar nicht“, weiß Ullrich. Teils kämen die Paare von weither nur für die Zeremonie angereist, andere würden in der Kulturscheune weiterfeiern. Jörg ter Vehn

Jörg ter Vehn

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