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Taucha Festival Ancient Trance 2012 eröffnet: Liebe, Frieden und viel Musik
Region Taucha Festival Ancient Trance 2012 eröffnet: Liebe, Frieden und viel Musik
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08:00 18.08.2012
Friedliche Musik aus aller Welt: Phantasievoll ist die Bühne am Großen Schöppenteich geschmückt. Während die Gruppe Annuluk um Sängerin Misa zur Eröffnung spielt, lässt der kleine Josef passend dazu seine Seifenblasen über das Festivalgelände fliegen Quelle: Jörg ter Vehn
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Taucha

Im Straßenbild ist das Festival-Klima zu spüren: In der Altstadt laufen viele Gäste plötzlich barfuß herum, oft in selbstgefärbten weiten Kleidern, etliche mit Rucksack oder schon mit Tragetaschen voller Lebensmittel, die sie zu ihren Zelten oder Wagen auf der Festwiese transportieren, die für die Zeit des Festivals zum Campingplatz umfunktioniert wurde.

„Am Montag sind schon die ersten rund 30 Gäste gekommen“, erzählt Corinna Klinke vom Organisationsteam. Einige stammten sogar aus Südamerika, Musiker kommen auch aus Australien. Sie rechnet mit mindestens 600 in Taucha campierenden Besuchern, was der Zahl der im Vorverkauf veräußerten Festivaltickets entspricht. Gegenüber dem Vorjahr seien das deutlich mehr, so Klinke. Insgesamt hoffen die Festivalmacher auf 1500 bis 2000 Gäste.

Günstig für das Ancient Trance sei, das erst vor wenigen Tagen ein so genanntes Rainbow-Treffen in der Slowakei stattgefunden habe. „Ganz viele kommen von dort noch zu uns“, erzählt Klinke. Die Rainbow-Bewegung ist politisch verwandt mit dem Weltmusikfestival, wo weniger der Profit als ein friedliches Miteinander und das gemeinsame Erleben im Vordergrund stehen. „In Love for Peace“ steht denn auch auf jedem Armbändchen, das Festivalbesucher erhalten. „In Liebe für Frieden“ – Woodstock lässt grüßen.

Zur Eröffnung spielte gestern Nachmittag mit der Gruppe Annuluk aus Deutschland, Italien und Tschechien die Band, die im Vorjahr das Musikfest beendete. „Es fühlt sich an, als ob es erst eine Woche her wäre seit dem letzten Festival“, meinte zur Eröffnung denn auch Andreas Kosmowicz vom Org-Team. Er dankte der Stadt für die freundliche Aufnahme und Unterstützung, bat die Besucher darum, Taucha während des Festivals zu respektieren. Kosmomicz dankte auch Clemens Voigt und Sven Otto, dass sie das Festival ins Leben riefen und bei der nunmehr fünften Auflage immer noch dabei sein. Voigt und Otto bewiesen als Duett ihre Könnerschaft auf der Maultrommel und spielten die ersten Töne des Festivals. Beide zusammen betreiben in Taucha den weltgrößten Versand dieser urigen Instrumente, fördern das Festival.

Bis Sonntagabend treten Bands aus aller Herren Länder auf drei Bühnen am Großen Schöppenteich, auf dem Rittergutsschloss und in der Kirche auf, laden gut drei Dutzend Workshops zum Lernen von Maultrommel bis Didgeridoo und von Bauchtanz über Slacklinen bis Lachyoga ein. Stände von veganem Essen über Instrumente bis Bekleidung laden zum Verweilen ein, für Kinder gibt es ein eigenes Kreativ- und Unterhaltungsprogramm – und für erschöpfte Festivaltänzer eine „Healing Area“ mit Masseuren für Körper und Seele. Tageskarten kosten heute 20 und Sonntag 15 Euro.

Jörg ter Vehn

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