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Feuerwehr rettet verletzten Storch

Feuerwehr rettet verletzten Storch

Zu einem ungewöhnlichen Einsatz war gestern Nachmittag die Freiwillige Feuerwehr Taucha nach Dewitz ausgerückt. Dort musste sie vom etwa 15 Meter hohen Schornstein im ehemaligen Rittergut einen Jungstorch retten.

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Feuerwehrmann Frank Bartsch (links) und Naturschutzhelfer Dieter Wendt gestern bei ihrem ungewöhnlichen Einsatz.

Quelle: Reinhard Rädler

Taucha. Der ehrenamtliche Naturschutzhelfer des Landkreises Nordsachsen, Dieter Wendt, hatte am Vormittag beobachtet, dass ein etwa acht Wochen alter Jungstorch in seinen Bewegungen auffällig behindert war. "Wir mussten davon ausgehen, dass das Tier mit dieser Behinderung nicht in der Lage gewesen wäre, sich selbst mit Nahrung zu versorgen und dass es so elend zugrunde gegangen wäre", erklärte der Naturschutzbeauftragte für Störche.

"Da war sofortiges Handeln angesagt", so Torsten Leike von der Unteren Naturschutzbehörde des Umweltamtes im Landkreis Nordsachsen. Die pflichtgemäß informierte Behörde konnte schnell und unkompliziert mit der Stadt Taucha einen Termin für den Einsatz einer Drehleiter der Feuerwehr vereinbaren und gegen 14 Uhr hatte Oberbrandmeister Jörg Schmidt die DLK 23-12 am Schornstein in Stellung gebracht. Von Oberfeuerwehrmann Frank Bartsch gesichert, fuhr der Storchen-Fachmann nach oben bis zum Horst. Dort bestätigten sich seine Befürchtungen. Der kleine, völlig entkräftete Adebar wurde, statt selbst zu fliegen, unter dem Schutz des Helfers auf die sichere Erde gebracht.

Selbst ein Laie konnte erkennen, dass das Gelenk eines Beines stark geschwollen war. "Das Bein kann im Horst eingeklemmt gewesen sein und das Gelenk sich dabei entzündet haben, aber das muss am Ende ein Tierarzt genau diagnostizieren", sagte Naturschutzhelfer Wendt und machte sich auf den Weg zum Spezialisten. "Wir hoffen, dass das Jungtier durchkommt", sorgte sich auch Leike. "Das Tier soll vorerst im Tierpark Eilenburg zur Pflege untergebracht werden, bevor es wieder zu seinen Eltern zurückgebracht werden kann", sagte er. Und Wendt ergänzte noch: "Die Jungtiere werden nach einer nicht zu langen Trennung auch wieder von den Eltern angenommen."

21 Horste sind im Landkreis Nordsachsen erfasst. Im Raum Taucha ist jener in Dewitz der einzige. Unter anderem gibt es noch einen in der Schkeuditzer Mühlstraße oder in der Wehlitzer Gärtnerei.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.07.2013

Reinhard Rädler

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