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Flüchtlinge auch im Stadtrat ein Thema

Flüchtlinge auch im Stadtrat ein Thema

Die Unterbringung von weiteren Asylbewerbern bleibt auch in Taucha ein Thema. So wollte gerade in der jüngsten Stadtratssitzung Lars Lehman von der CDU wissen, was an dem Gerücht dran sei, dass auf dem ehemaligen Zeltaplan-Gelände in Taucha eine Container-Unterkunft errichtet werden soll.

Taucha. "Die Leute fragen uns das und wollen von uns die Antwort wissen", sagte der Abgeordnete. Bürgermeister Tobias Meier (FDP) wollte sich zu Gerüchten nicht äußern. "Es gibt in Kürze ein Gespräch mit Dezernentin Angelika Stoye vom Landratsamt Nordsachsen. Danach werden wir mehr wissen und dann auch zeitnah informieren. Wir als Stadt sind auf jeden Fall daran interessiert, an einer dezentralen Unterbringung von Asylbewerbern und Flüchtlingen festzuhalten", so Meier. Entsprechend werde man aktiv agieren und nicht passiv warten, was auf die Stadt zukommt. Das Gespräch mit der Dezernentin soll in dieser Woche stattfinden.

Meier verwies weiterhin darauf, dass im Landkreis Nordsachsen eine Ein-Prozent-Regel angestrebt wird, also die Kommunen so viele Flüchtlinge aufnehmen, dass deren Anzahl etwa einem Prozent der Bevölkerung entspricht. "Wir haben in Taucha derzeit 46 Asylbewerber dezentral untergebracht, das entspricht einem Bevölkerungsanteil von 0,4 Prozent. In Rackwitz zum Beispiel liegt der Anteil bereits bei 2,2 Prozent", führte Meier aus. Er versicherte den Stadträten, dass er bei diesem Thema für Transparenz sorgen und auch die Bevölkerung mitnehmen und beizeiten informieren werde. Lehmann nahm es zur Kenntnis, verwies aber darauf, dass es in Taucha auch künftig für nicht so gut situierte Einheimische bezahlbaren Wohnraum geben müsse und nicht alle Quartiere dann für Asylbewerber vorgehalten werden.

Wie berichtet, hat das Landratsamt schon vor Monaten mit allen Kommunen im Landkreis über Möglichkeiten der weiteren Unterbringung von Asylbewerbern geredet. Dabei hatten alle Bürgermeister, darunter Holger Schirmbeck (SPD) aus Taucha, versichert, dass die Städte den Landkreis mit dieser Aufgabe nicht allein lassen werden, sondern nach Unterbringungsmöglichkeiten in ihren Orten Ausschau halten.

Die Landesdirektion Sachsen hatte gestern mitgeteilt, dass Landkreise und kreisfreie Städte zusätzlich drei Millionen Euro für die Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen erhalten. Diese Mittel werden zusätzlich zur regulären Kostenerstattung in Höhe von 7600 Euro je Person und Jahr im Rahmen einer Bedarfszuweisung zur Verfügung gestellt. Der Landkreis Nordsachsen erhält demnach 177 415 Euro zusätzlich.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.08.2015
Olaf Barth

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