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Fördergeld bringt Schwung in Tauchas Pläne für das Rittergutsschloss

Ausbau bis 2020 Fördergeld bringt Schwung in Tauchas Pläne für das Rittergutsschloss

Große Freude herrschte am Montag bei Mitgliedern des Fördervereins Schloss Taucha und in der Stadtverwaltung der Parthestadt. Denn Umweltstaatssekretär Herbert Wolff überreichte im feierlichen Rahmen Bürgermeister Tobias Meier für den Ausbau des Schlosses einen Fördermittelbescheid in Höhe von 881 000 Euro.

In historischer Tracht begrüßen Frauen aus dem Förderverein Schloss Taucha Staatssekretär Herbert Wolff traditionell mit Brot und Salz.

Quelle: Olaf Barth

Taucha. Das Areal auf dem Tauchaer Schlossberg ist die Wiege und das Herz Tauchas, sagte am Montag Bürgermeister Tobias Meier. Und damit dieses Herz künftig noch kräftiger schlagen und das gesellschaftliche Leben hier so richtig in Schwung kommen kann, überbrachte Umweltstaatssekretär Herbert Wolff für den weiteren Ausbau des Gebäudeensembles einen Fördermittelbescheid in Höhe von 881 000 Euro.

Das Geld soll dazu genutzt werden, die Häuser 2 bis 7 so auf Vordermann zu bringen, dass dort künftig ein barrierefreies Meldeamt und ein Bürgerbüro ihren Platz finden können. Außerdem sollen künftig in dem Komplex optimale Bedingungen für das dann dorthin ziehende Stadtmuseum geschaffen werden sowie Räume für eine Galerie, Wechsel- und Dauerausstellungen des Museums und für Veranstaltungen entstehen. Bau-Sachgebietsleiterin Birgit Plewe präsentierte anhand ausgehangener Pläne außerdem die Vision, dass künftig im Haus 9 die Stadtbibliothek mit großer Kinderabteilung untergebracht wird, „und das alles möglichst bis zum Jahr 2020“. In jenem Jahr feiert das Rittergutsschloss 800. Geburtstag und Taucha den 850. Jahrestag der Stadtrechtsverleihung.

Helfen dabei soll das aus dem Förderprogramm „Brücken in die Zukunft“ stammende Geld. Dieser Fonds speist sich aus Mitteln des Bundes, des Freistaates Sachsen und der Kommunen. Taucha steuert zu diesen Fördermitteln aus eigenem Haushalt für die Rittergutsschloss-Sanierung weitere 368 000 Euro bei. „Das Projekt hier ist wirklich etwas Besonderes. Zum einen spürt man, mit wie viel Herzblut die Akteure hier bei der Entwicklung dieses Areals dabei sind. Und zum anderen steht das Vorhaben repräsentativ für das aufgelegte Förderprogramm, denn hier entstehen ein Verwaltungsstandort und zugleich Räume für soziale und kulturelle Zwecke“, sagte Wolff. Die Entwicklung an dem Standort erscheint ihm nur folgerichtig: „Wenn eine Stadt schon solch eine Liegenschaft in herausragender Stellung hat, sollte sie diese auch dauerhaft nutzen und mit alltäglichem Leben erfüllen. Sonst bleibt sie nur ein ständiger Kostenträger.“

Bisher wendet Taucha laut Baufachbereichsleiterin Barbara Stein Jahr für Jahr 10 000 Euro allein nur für die Unterhaltung der teils gar nicht genutzten Gebäude auf. Stein hatte nicht nur als Amtsperson, sondern auch als Gründungsmitglied des Fördervereins Schloss Taucha auf die Anfänge zurückgeblickt und sagte dann: „Wir können stolz darauf sein, was wir hier alles schon geschafft haben. Aber heute schlägt mein Herz noch etwas schneller, wenn ich sehe, was wir nun für einen weiteren großen Schritt bei der Entwicklung des 30 470 Quadratmeter großen Areals machen können.“ Wie auch der heutige Vereinsvorsitzende Jürgen Ullrich in seiner Rede dankte auch sie den Pionieren der ersten Stunde, die sich 2000 trotz der abrissreif scheinenden Gebäude ehrenamtlich in zahllosen Arbeitseinsätzen deren Erhalt zur Aufgabe gemacht hatten. Dazu gehörten auch Verleger Dieter Nadolski als damals erster Vereinschef und Stadtrat Detlef Porzig. Beide waren wie auch weitere Stadträte und Landtagsabgeordnete zur Überreichung des Fördermittelbescheides gekommen.

Von Olaf Barth

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