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Taucha Fragen hinter Mittelschul-Ausbau
Region Taucha Fragen hinter Mittelschul-Ausbau
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10:00 07.09.2011
Viel Platz unterm Dach für einen Ausbau: Die CDU schaut sich in der Mittelschule Taucha um. Quelle: Jörg ter Vehn
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Taucha

Noch ist nichts entschieden.

Montag schauten die Christdemokraten der Schule unters Dach, ließen sich von Schulleiter Andreas Kießling die Situation beschreiben. Wie berichtet, stehen entweder neue Räume samt Gaubenfenstern unter dem riesigen Dach oder ein Neubau anstelle des jetzigen Pavillons zur Disposition. Ulrich Grüneisen, CDU-Fraktionsvorsitzender, betonte jedoch, dass es wenn überhaupt derzeit nur Fördermittel für den Schulausbau gebe, wenn das ganze Gebäude barrierefrei werde. Das heiße, auch bei einem Anbau müsse im Haupthaus ein Fahrstuhl eingebaut werden – „was die Situation natürlich deutlich verteuert“, erläuterte er. Vorausgesetzt, die Statik erlaube den Dachausbau, sei dieser mit rund 1,8 Millionen Euro Kosten am günstigsten veranschlagt.

Entschieden werde am Donnerstag aber zunächst nur über den grundsätzlichen Ausbau, nicht die Form, so Grüneisen. Seine Fraktion werde sich auf jeden Fall wie bislang dafür einsetzen, versprach er. Gute Schulen seien ein klarer Standortvorteil. „Und dann wäre unsere Mittelschule sicher weit und breit die einzige barrierefreie Einrichtung ihrer Art“, sieht er Chancen für die Stadtentwicklung.

„Die eigentliche Entscheidung fällt mit unserem Etat für 2012“, meint der SPD-Fraktionsvorsitzende Christof Heinzerling. Danach müsse auch die Kommunalaufsicht der Investition noch zustimmen. Er sei für den Ausbau, gleichwohl gebe es in der Fraktion auch kritische Stimmen. Die hätten vor allem Probleme damit, dass wegen der Haushaltslage kaum eine andere dringend nötige Investition getätigt werden könne, wenn das Geld in den Schulausbau fließe. Gleichwohl gebe es in der Fraktion eine Mehrheit dafür.

FDP/Grüne seien grundsätzlich dagegen, erläuterte gestern der Fraktionsvorsitzende Detlef Zaumseil. „Wegen der Kosten erscheint uns die Investition zu riskant und nicht vertretbar“, meinte er. Zumal dann für andere Investitionen kein Geld mehr da sei. Das sei aber schon länger Linie der Fraktion, so Zaumseil.

Je nach Anwesenheit der CDU-Räte könnte es knapp werden mit einer Entscheidung. Denn auch die Linken stehen dem Vorhaben wegen der Kosten eher skeptisch gegenüber. Fraktionsvorsitzender Jürgen Ullrich war gestern nicht erreichbar.

Jörg ter Vehn

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