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Für Hochwasserproblem ist noch keine endgültige Lösung in Sicht

Für Hochwasserproblem ist noch keine endgültige Lösung in Sicht

Die bei Starkregen von Überflutungen ihrer Grundstücke betroffenen Tauchaer im Bereich Kriekauer-/Sommerfelder Straße müssen weiter auf freundliches Wetter hoffen.

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Jetzt kann hier die Straße trockenen Fußes passiert werden. Nach intensivem Starkregen aber steht dieser Bereich unter Wasser. Anlieger fordern deshalb auch mit Protestplakaten eine Lösung für das Problem.

Quelle: Olaf Barth

Taucha. Es hat zwar die versprochenen ingenieur-technischen Untersuchungen gegeben, eine Lösung für das Hochwasserproblem liegt aber noch nicht auf dem Tisch. Wie Bürgermeister Holger Schirmbeck (SPD) auf LVZ-Nachfrage sagte, zeichnet sich nach einer Diskussion mit der Unteren Wasserbehörde und den Kommunalen Wasserwerken Leipzig ab, dass wahrscheinlich nicht in die Kanalisation eingegriffen wird. "Das wäre ein Aufwand in gigantischer Dimension", so Schirmbeck.

Eher werde erwogen, möglicherweise über ein offenes Rinnensystem über die Kriekauer Straße das Wasser gezielt in Richtung Parthe zu lenken. "Auch dafür sind nicht unerhebliche Bauarbeiten nötig, denn es müssten das Gefälle geändert und die Borde angehoben werden. Und dabei ist noch nicht das Problem mit den Fäkalien gelöst", nannte Schirmbeck einen weiteren Knackpunkt. Deshalb gebe es für diese angedachte, aber noch nicht endgültige Lösung weiterführende Untersuchungen durch das beauftragte Ingenieurbüro. "Die Anwältin der Anwohner ist informiert. Eine Bürgerversammlung dazu wird es wohl erst im nächsten Jahr geben, wenn wir eine exakte Datenlage und belastbare Fakten für eine technische Lösung vorstellen können, die möglichst auch akzeptiert werden kann. Ebenso wollen wir dann auch die Termine und eine gesicherte Finanzierung präsentieren können", erklärte Schirmbeck.

Bei den Kosten gehe er von einem bisher geschätzten mittleren sechsstelligen Betrag aus. Diese komplexe Maßnahme gelte es dann auch entsprechend im Haushalt zu berücksichtigen. Von verschiedener Seite werde auch geprüft, inwiefern Fördermittel fließen könnten. Genaues könne im gegenwärtigen Stadium der Untersuchungen noch nicht gesagt werden. "Klar ist aber, es wird nie eine hundertprozentige Sicherheit geben. Und auch die Anwohner selbst werden auf ihren Grundstücken Schutzmaßnahmen ergreifen können. Unser Angebot, dabei zu beraten, steht nach wie vor", so Schirmbeck. Ebenso klar sei aber auch, dass die Stadt selbst im öffentlichen Bereich ebenfalls handeln müsse. "So wie es ist, kann es jedenfalls nicht bleiben", bekräftigte Schirmbeck. Eine Erkenntnis, die erst reifen musste und die sich Anwohner schon vor Jahren gewünscht hätten.

Dass das Ganze auch baulich zeitnah gelöst werden könnte, davon geht Schirmbeck nicht aus: "Es muss zwar noch abschließend beraten werden, aber dass es im nächsten Jahr klappt, glaube ich eher nicht." Das Stadtoberhaupt begründete dies mit der komplizierten Verkehrssituation, die ab 1. März in Taucha eintritt. Denn dann beginnen die KWL mit einer Riesenbaustelle und legen so den viel befahrenen Verkehrsknotenpunkt Graßdorfer-/Sommerfelder-/Leipziger Straße weitestgehend lahm. Eine zeitgleiche weitere Großbaustelle in der Kriekauer Straße könne die Stadt verkehrstechnisch nicht verkraften. "Die Kriekauer Straße muss in dieser Zeit befahrbar sein. Bei einem massiven Eingriff in den Straßenkörper wäre das aber nicht möglich", sagte Schirmbeck.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.11.2014
Olaf Barth

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