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Taucha Für neue B 87 werden jetzt die "Stadt-Umland-Verkehre" untersucht
Region Taucha Für neue B 87 werden jetzt die "Stadt-Umland-Verkehre" untersucht
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13:48 19.05.2015

Denn wie das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) mitteilte, soll an dem Tag auch darüber informiert werden, wie es mit der Planung für den beabsichtigten Neubau der B 87 zwischen Eilenburg und Leipzig (A 14) nun weitergehen soll.

Vorab informierte das Ministerium darüber, dass für den Abschnitt Leipzig-Eilenburg weitere Untersuchungen "vor allem zu den verkehrlichen Wirkungen der einzelnen Varianten" erforderlich sind. Weiter heißt es: "Auf Grund der sehr differenzierten Meinungen in der Region zur vorliegenden Planung sowie die Ablehnung der bisherigen Vorzugsvariante durch anliegende Kommunen und eine Bürgerinitiative sollen zunächst die diesjährige Straßenverkehrszählung sowie die Ergebnisse der Bewertung im Rahmen der Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplanes 2015 abgewartet werden." Dabei müsse insbesondere die Einbindung der neuen Trasse in die Verkehrsinfrastruktur der Stadt Leipzig betrachtet werden. Erst dann könne über die weiteren Planungsschritte entschieden werden.

Mit keiner Silbe erwähnt das SMWA allerdings umweltpolitische Belange oder diesbezügliche weitere Untersuchungen. Dabei ist auch dem Ministerium durch vielfältige regionale Aktivitäten, wie unter anderem der "Tauchaer Erklärung", die Ursache für die von Bürgern, Naturschützern und parteiübergreifend auch von Politikern formulierte Ablehnung durchaus bekannt. Denn die bisher bevorzugte B 87 n-Variante des dem Ministerium unterstellten Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) soll durch die Tauchaer Endmoränenlandschaft führen und die Landschaft der Parthenaue zerschneiden (die LVZ berichtete). Als gestrichelte, in Planung befindliche Linie tauchte diese Variante bereits in aktuellen Straßenkarten auf, so sicher war sich das Lasuv offenbar schon seiner Sache. 2013 dann hatte der Freistaat die Planungshoheit für die B 87 n an die private Projektmanagementgesellschaft Deges abgegeben. Seitens des SMWA hieß es gestern auf LVZ-Anfrage zum Thema Umwelt und Parthenaue: "Die Umweltverträglichkeitsstudie sowie FFH-Verträglichkeitsprüfungen wurden für den gesamten Untersuchungsraum unabhängig erstellt. Je nach Zeitpunkt der Wiederaufnahme der Planungen sind diese Unterlagen jedoch zu aktualisieren. Entscheidend sind zunächst das Verkehrsaufkommen und die Verkehrsbeziehungen, vor allem die Stadt-Umland-Verkehre. Diese wurden bisher nicht in der jetzt vorgesehenen Kleinteiligkeit geprüft."

Weniger konfliktbeladen ist offenbar der Teilabschnitt zwischen Eilenburg und Torgau. Dort kann nun laut SMWA das förmliche Raumordnungsverfahren entfallen. Als Vorzugsvariante wird neben den Ortsumgehungen von Mockrehna, Doberschütz und Torgau die Einbeziehung der bestehenden Trasse gesehen. In drei von fünf Bauabschnitten zwischen Mockrehna und Torgau wurde die B 87 bereits dreistreifig ausgebaut. Der Bau des vierten Abschnittes beginnt 2015, der fünfte sei in Planung. Der Bau der B 87 n zwischen Torgau und Leipzig ist laut SMWA eines der Schlüsselvorhaben des Freistaates Sachsen. Ziel sei vor allem die Verbesserung der Anbindung der Großen Kreisstadt Torgau an das Autobahnnetz.

Die Sitzung beginnt am Freitag 13 Uhr im Rathaus Großpösna, Im Rittergut 1. Unter Punkt 4.3 steht die B 87 n auf der Tagesordnung. Das komplette Programm ist auf der Homepage, Stichwort Aktuelles, zu finden: www.rpv-westsachsen.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.03.2015
Olaf Barth

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