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Gabentisch für die Tiere des Waldes

Gabentisch für die Tiere des Waldes

Schon vor einer Woche hatten die kleinen „Waldwanderer“ den Tisch in der Seegeritzer „Hölle“, wie das Wäldchen im Volksmund genannt wird, vorbereitet, quasi die natürliche Tischdecke aus Rinde auf dem Baumstumpf ausgelegt.

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Jolina, Lina und Jonas (vorn von links) legen Kartoffeln, Möhren und Meisenknödel auf den prall gefüllten Gabentisch, ihr Weihnachtsgeschenk an die Tiere des Waldes.

Quelle: Alexander Bley

Taucha. Gestern deckten die 14 „Sonnenkäfer“-Kinder um Christine Deumer und Birgit Gunkel diesen – ihr Geschenk an die Tiere des Waldes.

Der Bollerwagen, den die Kleinen anstandslos zogen, war prall gefüllt. Kartoffeln, Äpfel, Möhren und Meisenknödel stapelten sich neben Nüssen, Körnern und Heu. Erst als der Pfad zu schmal und zu uneben wurde, räumten die Rabauken das Wägelchen aus. Bepackt marschierten die eingemummelten Knirpse schnurstracks durch die Bäume, hin zu dem Stumpf, der gedeckt werden sollte. Nacheinander durfte dort jeder seine Gaben ablegen. „So groß war der noch nie“, freute sich Christine Deumer, als der Tisch gedeckt war. „Wer freut sich über die Nüsse am meisten“, fragte Deumer, die ein letztes Mal mit ihren Kleinen den Waldweg beschritt. „Ich“, antwortete es verschmitzt aus der Zipfelmützenreihe, bevor Jonas verbessert wurde. „Die Eichhörnchen“, korrigierte Jolina.

Seit sieben Jahren deckt die Waldwandergruppe der Sonnenkäfer-Kita den Tisch an der frischen Luft. „Gestern war der Weihnachtsmann bei uns, jetzt dürfen sie selbst den Weihnachtsmann spielen“, freute sich die ehemalige Kita-Leiterin, die sich in den Ruhestand verabschiedet, mit den Kindern. Vor neun Jahren kam sie auf die Idee, einmal in der Woche mit den Kleinen in den Wald zu gehen. „Man merkt richtig, wie sie sich von mal zu mal mehr trauen, sich besser bewegen“, beobachtete Deumer in all den Jahren immer wieder. Außerdem lernen die Kinder beim Entdecken noch viel mehr. Neben den Himmelsrichtungen wissen sie Laute zu deuten, aber auch inne zu halten, wenn sie Vogelgezwitscher vernehmen wollen. „Sie sehen, wie sich die Natur in den verschiedenen Jahreszeiten verändert“, fügte Deumer an, bevor die Kleinen die letzten Gaben auf und um den Stumpf verteilt hatten. Noch ein Blick und ratzfatz wurde der Rückweg angetreten. Im neuen Jahr wollen sie mit Birgit Gunkel kontrollieren, was den Tieren besonders gut gemundet hat.

Alexander Bley

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