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Taucha Gaffeesachsen ditschen ooch ma in Gaggau
Region Taucha Gaffeesachsen ditschen ooch ma in Gaggau
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10:00 27.06.2011
Jürgen Fliegel besingt als Lene Voigt die Unverwüstlichkeit der Sachsen. Quelle: Benjamin Böhme
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Taucha

„Mundart in der Schule“ heißt das Projekt, für das Geld gesammelt wurde und in dem Schüler an die sächsische Sprache herangeführt werden sollen. Das Mundartkabarett „Fiff’sche Gaffeesachsen“ hatte geladen, an die sechs Dutzend Besucher kamen, um die Mundartlieder zu hören.

„Geborn an dr Bleiße, gibbet frehliches Blut. / Wie’s Lähm uns ooch ausfällt, so finden mirsch gut“, sangen Edelgard und Martin Langer ins Mikrofon und stellten damit die grundsätzlich optimistische Sicht des Pleißesachsen heraus. Mit Frohsinn und Lachen ziehe er freudig durchs Leben. Jammern käme für ihn nicht in die Tüte. Selbst Unkenrufe auf seine Sprache könne er nur mit einem Lächeln beantworten: „Läbt eener von auswärts ä Jährchen bloß hier, / Dann schbrichtr uff eenmal genauso wie mir!“

Und nicht genug des Lokalpatriotismus: Ingolf Bauer intonierte das Lied „Wo die Bleiße blätschert“. Jürgen Fliegel besang die Unverwüstlichkeit der Sachsen, Bärbel Steinert den „Morchengaffee“. Der Männerchor Taucha hatte ein Lied über die Sächsische Loreley im Gepäck. Wer die allerdings auch einmal in der Realität aufsuchen will, wird nur im Elbsandsteingebirge am Basteifelsen fündig. Obwohl das Gebirge am Oberlauf der Elbe sonst mit der Schweiz verglichen wird, assoziiert man in Leipzig offenbar auch das Rheinland damit.

Nach Minuten des Wartens wurde dann endlich die Frage nach dem Gädderfudder gelöst: Darunter seien Speisen und Getränke zu verstehen, die normalerweise nur Göttern vorbehalten sind und deshalb für den durchschnittlichen Sachsen einen seltenen, dafür aber wahrhaften Genuss darstellten. Und dann stellten Gottfried Ulbricht und Martin Langer eine gewagte These auf – natürlich in Liedform: „Se nenn uns ega Gaffeesachsen, / mir awer wissens ganz genau, / wie sähr uns alln ans Härz gewachsen / geradeso ä Dobb Gaggau. / Mr ditscht sei Härnchen nein mit Budder (...) / un fiehlt: Das is ä Gädderfudder!

Benjamin Böhme

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