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Taucha Garagen bleiben vorerst stehen
Region Taucha Garagen bleiben vorerst stehen
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17:47 17.05.2011
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Taucha

Denn zurzeit darf auf dem Grundstück weder gebaut noch abgerissen werden. Ergo: Die Garagen bleiben stehen. Dem Eigentümer des Areals, der Vereinigten Leipziger Wohnungsgenossenschaft (VLW), sind vorerst die Hände gebunden.

Schon zwei Jahre darf auf der Fläche nicht gebaut werden. Am letzten Donnerstag beschloss der Stadtrat einstimmig, dass das auch erst einmal weiter gelten soll. Veränderungssperre – so heißt das Mittel im Juristendeutsch, zu dem Verwaltung und Rat gegriffen haben. Das Instrument sichert die baurechtliche Planungshoheit der Stadt. Solange sie am Bebauungsplan für das Gebiet werkelt, sollen Neubauten diese Planungen nicht durchkreuzen. Baut der Eigentümer trotzdem, kann grundsätzlich die Einstellung der Arbeiten oder sogar der Abriss von Neubauten verlangt werden.

„Unser erklärtes Ziel ist es, die Flächen für den ruhenden Verkehr zu sichern“, sagt Bauamtsleiterin Barbara Stein. Deshalb sei ein Bebauungsplan für das Wohngebiet an der Manteuffelstraße in der Mache. Zwar habe der Stadtrat schon vor Jahren den Beschluss gefasst, einen Plan aufstellen zu wollen, doch Ergebnisse gäbe es bis jetzt nicht. „Wir streben aber an, dass die Planungen zeitnah abgeschlossen werden“, sagt Stein.

Die Sache ins Rollen brachte Günter Dietrich aus Taucha. Er ist Vorsitzender der größten Garagengemeinschaft des Gebiets. Als er vor zwei Jahren erfuhr, dass eine Handelskette das Grundstück kaufen und die Garagen platt machen wollte, marschierte er zur Stadt – mit Erfolg. Die Stadt verbot Abriss und Neubau. Der Investor sprang ab. Die neuerliche Verlängerung der Veränderungssperre werten die Garagennutzer als gute Botschaft.

Was den einen freut, bringt den anderen in die wirtschaftliche Zwickmühle. Zwar will die Wohnungsgenossenschaft das Objekt verkaufen. Doch Käufer wollen für ein Garagengrundstück nur wenig Geld zahlen, auf dem weder abgerissen noch gebaut werden darf. „Wir sind über die Verlängerung der Sperre deshalb nicht begeistert“, sagt Michaela Kostov, Vorstand der VLW. Der Stadtratsbeschluss werde aber derzeit noch juristisch geprüft.

Wirtschaftlich vernünftigste Lösung zurzeit sei die Veräußerung des Areals an die Garagengemeinschaft. Der Haken an der Sache: Mehrere tausend Euro soll jeder Garagenbesitzer zahlen – für einige zu viel. Seit Monaten dauern die Verhandlungen an, Ausgang ungewiss.

Jedenfalls sind die Garagenplätze begehrt. Wer einen der insgesamt 94 Stellplätze ergattern will, muss das Glück auf seiner Seite haben. Die Nachfrage sei sehr groß, meint Dietrich. Leerstand gäbe es faktisch nicht. Das liege vermutlich auch an der Parksituation im Viertel. Freie Parkplätze seien dort Mangelware.

Benjamin Böhme

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