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Gegenüber Tauchaer Jubisch-Halle soll Flüchtlingsquartier entstehen

Verhandlungen mit Landratsamt Gegenüber Tauchaer Jubisch-Halle soll Flüchtlingsquartier entstehen

Die Errichtung einer Asylbewerberunterkunft auf der Tauchaer Freifläche neben Multiposter in der Straße des 17. Juni ist vom Tisch. Dafür wird nun eine neue Fläche an der Freiligrathstraße für die Errichtung von Asylbewerberunterkünften vorbereitet.

Das wild gewachsene Wäldchen ist bereits abgeholzt. Auf dieser Fläche sollen Unterkünftige für Asylbewerber entstehen, hinten rechts steht die Jubisch-Halle.

Quelle: Olaf Barth

Taucha. Die Errichtung einer Asylbewerberunterkunft auf der Tauchaer Freifläche neben Multiposter in der Straße des 17. Juni ist vom Tisch. Dafür wird nun eine neue Fläche an der Freiligrathstraße für die Errichtung von Asylbewerberunterkünften vorbereitet. Darüber informierte am Donnerstagabend in der öffentlichen Stadtratssitzung Tauchas Bürgermeister Tobias Meier (FDP).

Von der ursprünglich geplanten Fläche habe das Landratsamt Abstand genommen. Den Grund dafür nannte dann Achim Teichmann, der Geschäftsführer der städtischen Immobilienverwaltungs- und Betreuungsgesellschaft (IBV): „Es ist ja bekannt, dass es dort Altlasten gibt. Für eine gewerbliche Bebauung ist das nicht so erheblich, die wäre möglich. Doch für die Errichtung von Wohnquartieren hat das zuständige Ressort im Landratsamt Nordsachsen die Fläche nicht frei gegeben.“

225 Asylbewerber

Dennoch ist Taucha wie andere Kommunen angehalten, nach weiteren Unterbringungsmöglichkeiten für Asylbewerber zu suchen und diese dem dafür zuständigen Landratsamt anzubieten. Entsprechend des für alle geltenden Einwohnerschlüssels muss Taucha wie schon im Vorjahr so viele Asylbewerber aufnehmen, wie 1,5 Prozent der Einwohnerzahl ausmachen. Bei 15 000 Einwohnern sind das 225 Asylbewerber.

So viele kamen bisher nicht, Tauchas Quote mit den aktuell 104 in der Stadt untergebrachten Flüchtlingen liegt bei 0,7 Prozent. Diese Menschen sind dezentral in Wohnungen untergebracht. Doch laut Teichmann gibt es im städtischen sanierten Wohnungsbestand nahezu keinen Leerstand mehr. Das Landratsamt hätte bereits in 27 IBV-Wohnungen Asylbewerber untergebracht, mehr sei nicht möglich.

„Deshalb haben wir mit dem Landratsamt die Suche nach Standorten für eine Gemeinschaftsunterkunft fortgesetzt“, sagte Meier. An der Freiligrathstraße sei man fündig geworden. Die mit Wildwuchs überwucherte Brachfläche gegenüber der Karl-Hermann-Jubisch-Halle hatte die städtische Gesellschaft laut Teichmann unlängst von einer Treuhandgesellschaft erworben. Dazu gehören auch die ehemaligen, in ruinösem Zustand befindlichen Werksgebäude der Firmen Zelta und Ankerstone. Sie bieten mit zerstörten Fensterscheiben und maroden Fassaden einen traurigen Anblick.

Verhandlungen über Mietverträge

Die Stadt sehe hier aber Potenzial für eine gewerbliche Entwicklung des Areals. „Angesichts der besonderern Anforderungen sind wir mit dem Landkreis übereingekommen, hier auch eine Gemeinschaftsunterkunft mit zwei massiven Gebäuden für insgesamt 240 Personen zu errichten“, sagte Teichmann. Über die Mietverträge und die Investitionssummen sei man in Verhandlungen mit dem Landkreis. Die Gebäude sollen so angelegt sein, dass sie später nach dem Auszug der Flüchtlinge auch für andere Nutzungen geeignet sind, bestätigte Teichmann auf Anfrage eines Stadtrates.

In den letzten Februar-Wochen sei mit entsprechender Genehmigung auf einer Fläche von 5000 Quadratmetern der in den letzten 20 bis 30 Jahren gewachsene „Wald“ abgeholzt worden. Dort entstehen die Quartiere. Dafür soll an anderer Stelle aufgeforstet werden, sagte Teichmann. Die angestrebte gewerbliche Entwicklung finde auf weiteren 7000 Quadratmetern des Geländes statt. Details könne er aber noch nicht nennen.

Von Olaf Barth

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