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Geld für Parthenaue bestätigt - aber Disput um Rücklage

Geld für Parthenaue bestätigt - aber Disput um Rücklage

Das Geld wird knapp – auch im Zweckverband Parthenaue. Die stimmberechtigten Mitglieder Leipzig, Taucha und Borsdorf einigten sich gestern dennoch auf einen Etat für das laufende Jahr, mit dem der Verband vor allem eine Reihe von Fließgewässern in Ordnung bringen will.

Taucha. Rund eine Million Euro umfasst der Haushalt des Verbandes, der 91 Kilometer Gewässer von Leipzig bis Borsdorf und Großpösna pflegt und entwickelt, darüberhinaus Naturschutz und Landschaftspflege betreibt. 348 000 Euro würden für die Verwaltung benötigt, 673 000 Euro umfasse der Vermögenshaushalt, so Gumbrecht. Erstmalig seit 1992 sei die Höhe der Verbandsumlage in diesem Jahr von 77 Cent auf 1,31 Euro pro Einwohner erhöht worden, erläuterte Verbandsgeschäftsführer Andreas Gumbrecht. Leipzig zahle 2010 einen Festbetrag von 96 700 Euro – 20 000 Euro mehr als im Vorjahr. Damit ist finanziell das Ende der Fahnenstange aber auch erreicht. Inge Kunath vom Leipziger Grünflächenamt erklärte, dass die Dienstberatungsrunde des Oberbürgermeisters zwar die Erhöhung getragen habe, aber angesichts der knappen Kassen keine weitere Erhöhung mehr für möglich hält. Der Borsdorfer Bürgermeister Ludwig Martin sagte, nach derzeitigem Beratungsstand sei die Umlage für 2010 bestätigt, werde aber die Zuwendung in Höhe von 2000 Euro für das Stadt-Land-Kunst-Projekt gestrichen. In aller Ruhe müsse jetzt über Einsparpotenziale gesprochen werden. Tauchas Bürgermeister Holger Schirmbeck sagte, „alles muss auf den Prüfstand“. Gleichwohl habe der Verband in den zurückliegenden Jahren immer wirtschaftlich gearbeitet und viel dabei gestemmt. „Wir sollten uns als Tauchaer dafür einsetzen, dass diese Arbeit fortgeführt wird“, sagte er. Martin schlug vor, die Verbandsrücklage auf das gesetzlich geforderte Maß von rund 5500 Euro abzuschmelzen. Aktuell betrage sie knapp das Fünffache. Er könne schlecht in Borsdorf bei Senioren, Kindern oder Sportlern sparen und zugleich im Verband Rücklagen aufbauen. Schirmbeck erläuterte als wiedergewählter Verbandsvorsitzender, dass diese Summe auch dazu diene, im Verband flexibler zu arbeiten und für Investitionen Geld anzusparen. So entnehme der Verband allein in diesem Jahr rund 90 000 Euro für Investitionen. An größeren Maßnahmen sind in diesem Jahr unter anderem geplant: • Der Fennegraben in Panitzsch wird von Sediment beräumt, seine Struktur verbessert. • Der Todgraben in Brandis wird wieder durchgängig gemacht, Querbauwerke werden entfernt. • Der Pösgraben wird im Rahmen des Hochwasserschutzes auf einer Länge von 250 Metern in Großpösna in Höhe des Hans-Müller-Weges erweitert, seine Abflusskapazität von einem Meter pro Sekunde auf zweieinhalb erhöht. • Der Umbau des Sehliser Baches in Taucha wird als Hochwasserschutzmaßnahme geplant. Ein Reststück des Fuchsberggrabens wird ab August ausgebaut, wenn die rechtlichen Fragen um eine plötzlich aufgetauchte Einleitung geklärt sind.

Jörg ter Vehn

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