Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Taucha Geld für Parthenaue bestätigt - aber Disput um Rücklage
Region Taucha Geld für Parthenaue bestätigt - aber Disput um Rücklage
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:00 15.04.2010
Anzeige
Taucha

Rund eine Million Euro umfasst der Haushalt des Verbandes, der 91 Kilometer Gewässer von Leipzig bis Borsdorf und Großpösna pflegt und entwickelt, darüberhinaus Naturschutz und Landschaftspflege betreibt. 348 000 Euro würden für die Verwaltung benötigt, 673 000 Euro umfasse der Vermögenshaushalt, so Gumbrecht. Erstmalig seit 1992 sei die Höhe der Verbandsumlage in diesem Jahr von 77 Cent auf 1,31 Euro pro Einwohner erhöht worden, erläuterte Verbandsgeschäftsführer Andreas Gumbrecht. Leipzig zahle 2010 einen Festbetrag von 96 700 Euro – 20 000 Euro mehr als im Vorjahr. Damit ist finanziell das Ende der Fahnenstange aber auch erreicht. Inge Kunath vom Leipziger Grünflächenamt erklärte, dass die Dienstberatungsrunde des Oberbürgermeisters zwar die Erhöhung getragen habe, aber angesichts der knappen Kassen keine weitere Erhöhung mehr für möglich hält. Der Borsdorfer Bürgermeister Ludwig Martin sagte, nach derzeitigem Beratungsstand sei die Umlage für 2010 bestätigt, werde aber die Zuwendung in Höhe von 2000 Euro für das Stadt-Land-Kunst-Projekt gestrichen. In aller Ruhe müsse jetzt über Einsparpotenziale gesprochen werden. Tauchas Bürgermeister Holger Schirmbeck sagte, „alles muss auf den Prüfstand“. Gleichwohl habe der Verband in den zurückliegenden Jahren immer wirtschaftlich gearbeitet und viel dabei gestemmt. „Wir sollten uns als Tauchaer dafür einsetzen, dass diese Arbeit fortgeführt wird“, sagte er. Martin schlug vor, die Verbandsrücklage auf das gesetzlich geforderte Maß von rund 5500 Euro abzuschmelzen. Aktuell betrage sie knapp das Fünffache. Er könne schlecht in Borsdorf bei Senioren, Kindern oder Sportlern sparen und zugleich im Verband Rücklagen aufbauen. Schirmbeck erläuterte als wiedergewählter Verbandsvorsitzender, dass diese Summe auch dazu diene, im Verband flexibler zu arbeiten und für Investitionen Geld anzusparen. So entnehme der Verband allein in diesem Jahr rund 90 000 Euro für Investitionen. An größeren Maßnahmen sind in diesem Jahr unter anderem geplant: • Der Fennegraben in Panitzsch wird von Sediment beräumt, seine Struktur verbessert. • Der Todgraben in Brandis wird wieder durchgängig gemacht, Querbauwerke werden entfernt. • Der Pösgraben wird im Rahmen des Hochwasserschutzes auf einer Länge von 250 Metern in Großpösna in Höhe des Hans-Müller-Weges erweitert, seine Abflusskapazität von einem Meter pro Sekunde auf zweieinhalb erhöht. • Der Umbau des Sehliser Baches in Taucha wird als Hochwasserschutzmaßnahme geplant. Ein Reststück des Fuchsberggrabens wird ab August ausgebaut, wenn die rechtlichen Fragen um eine plötzlich aufgetauchte Einleitung geklärt sind.

Jörg ter Vehn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Am Eingang zu Tauchas „guter Stube“ dümpelt der Kleine Schöppenteich weiter vor sich hin. Im Vorjahr war der Zustand des Ententeiches bereits kritisch, das Gewässer nach Aussage der Stadt umgekippt.

15.04.2010

Feierlicher Moment gestern Mittag bei der Turmsanierung von St. Moritz in Taucha: In rund 50 Meter Höhe wurde die Turmbekrönung abgehoben.

Ganz oben auf dem zugigen Gerüst wirkte auch Pfarrer Christian Gottfried Edelmann mit.

14.04.2010

So richtig ernst nimmt man sie nicht. Die rot-weiß gestreiften Girlanden, die auf Kniehöhe von einer Straßenseite zur anderen gespannt sind und im Wind flattern.

14.04.2010
Anzeige