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Taucha Geschenkkartons made in Taucha bundesweit führend
Region Taucha Geschenkkartons made in Taucha bundesweit führend
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21:00 19.08.2010
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Taucha

Geschenkschachteln selber bekleben und bemalen können beim Tauchschen die Kinder, die zur Bastelstraße kommen. Die Firma Seidel Verpackungen aus Taucha sponsert die Kartonagen und möchte sich damit bei den Tauchaern einführen.

„Jetzt sind wir eigentlich erst richtig angekommen“, erklärt Geschäftsführer Frank Eilenberger. Zusammen mit André Leutbecher leitet er den Betrieb, der in einem unscheinbaren Gebäudekomplex in der Weststraße gut 20 Leute beschäftigt. Bis Ende des Monats werde auch die Fassade gemacht und eine ordentliche Beschilderung hergestellt, bevor auf dem Firmengelände am 11. September ein Tag der offenen Tür veranstaltet werde und der Betriebsverkauf starte, so Eilenberger.

„Seidels schönen Schachteln“ werden in dem schmucklosen Flachbau hergestellt. Als die Firma im Vorjahr von Leipzig nach Taucha zog, sei mit Unterstützung des Freistaats insgesamt eine Million Euro investiert worden – aber nicht in die Fassade. „Wir haben komplett neue Maschinen hingestellt und die Arbeitsbedingungen verbessert“, erklärt Eilenberger.

2008 habe er zusammen mit Leutbecher die Firma Seidel gekauft. In seiner alten Branche als Buchgestalter habe er allein keine Zukunft gesehen, bei Seidel habe ein Generationswechsel bevorstanden, erzählt Eilenberger. Eine Verpackungsfirma mit Buchgestaltungs-Wissen und eigenem Forschungs- und Künstler-Atelier jedoch habe Bestand, ist er sich sicher.

Seidel sei inzwischen auf dem Geschenkkarton-Markt in Europa eingeführt, habe Kundschaft in der Schweiz und England, fertige Serien von 1 bis 10 000 Stück. „In Deutschland sind wir bei Geschenkkartonagen der führende Betrieb für mittlere bis große Aufträge“, behauptet er selbstbewusst. Es gebe acht ernsthafte Mitbewerber, aber keiner traue sich, bei den schwierigen Herstellungsprozessen mit dem Design-Papier der Kunden die Kartonagen zu verarbeiten.

Neben den Geschenkkartons in Größen wie nach dem Matroschka-Prinzip entwickle Seidel für Kunden auch Verpackungen, erklärt er. Ein edler Karton für ein Geschenkset mit Schloß Wackerbarth-Sekt samt Flasche und Porzellan zähle genauso dazu wie verschiedene exclusive Buchschuber etwa zum 100. Geburtstag des Fußballclubs St. Pauli oder eine bibliophile Ausgabe von Heinrich Heine, zählt Eilenberger Referenzen auf. Die Stärke von Seidel sei die Vernetzung von Entwurf und Produktion. Dadurch erhalte die Verpackung eine eigene Forschungsabteilung und das Atelier eine angeschlossene Produktionsstätte.

Letztlich habe das Desinteresse der Stadt Leipzig die Firma nach Taucha getrieben. In der Messestadt habe Seidel unmögliche logistische Probleme gehabt, die Hilfe der Stadt bei der Suche eines neuen Quartiers sei aber „wenig dynamisch“ gewesen. „In Taucha standen sofort alle Türen offen, bis hin zum Bürgermeister“, schwärmt er. Mit Autobahn, Bundesstraße, S-Bahn- und Straßenbahn sei der Standort zudem optimal erschlossen.

Jörg ter Vehn

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