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Taucha Gesundes Gemüse selbst angebaut
Region Taucha Gesundes Gemüse selbst angebaut
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08:00 29.02.2012
Auf rund fünf Hektar Fläche will die Gemüsekooperative nach ökologischen Gesichtspunkten Anbau betreiben und mit der Ernte bis zu 120 Leute das ganze Jahr über ernähren können. Gemüsebaufachmann Jan-Felix Thon gehört zu den Initiatoren aus Sehlis. Quelle: Jörg ter Vehn
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Taucha

Sie suchen für ihre Gemüsekooperative noch Mitstreiter.

Klare Sache: Malu, Hanna Clara, Ruth und Anouk werden mitmachen beim Gemüseanbau. Die vier kleinen Kinder spielen rund um den alten Bauwagen, der hinter dem alten Hof An der Schmiede 4 in Sehlis auf dem früheren Garten des Hofes steht. Dort passt Jan-Felix Thon auf den Nachwuchs auf. „Ich bin heute dran“, erzählt er. Thon gehört zur Kommune Sehlis, die im vorigen Jahr als Verein „Werkstatt für nachhaltiges Leben und Arbeiten“ den zwölf Jahre leerstehenden Bauernhof im Ort erwarb und im Sommer bezog. „Wir sind hier acht Erwachsene und vier Kinder“, plaudert er. Dabei seien unter anderem ein Umweltingenieur, eine Pädagogin und ein Computerlinguist.

Von der Wiese kann Thon, selber Gärtnermeister mit Fachrichtung Gemüsebau, prima auf den benachbarten Acker schauen. „Insgesamt fünf Hektar Land können ökologisch bewirtschaftet werden“, erzählt er. Ziel sei, 100 bis 120 Leute das ganze Jahr über mit Gemüse versorgen zu können. Auf einem halbem Hektar soll es im Frühjahr losgehen. Neben frischen Sorten soll auch lagerfähiges Gemüse wie Rote Beete, Spinat, Kohl oder Kohlrabi angebaut werden, um gut über den Winter zu kommen.

Jeder Mitstreiter erhalte ab Herbst einmal wöchentlich rund drei Kilogramm Gemüse und ein Kilo Kartoffeln. Kalkuliert seien die Lieferungen mit rund zwölf Euro pro Woche, macht etwa 50 Euro im Monat für gesundes Gemüse. „Damit müssten wir es finanzieren können“, hat Thon ausgerechnet.

Wichtig sei ihm, dass jeder so viel gibt, wie er zahlen kann. „Auch Leute ohne viel Geld sollen mitmachen können“, ist seine Idee. Gelöst werden soll das über eine Bieterrunde, bei der jeder anonym seinen möglichen Betrag aufschreibt. „Wenn wir dann bei der Auswertung bemerken, dass wir damit nicht hinkommen, müssen wir eben eine zweite Runde durchführen“, erklärt Thon das Prozedere.

Der vergleichsweise geringe finanzielle Beitrag sei nur möglich, weil möglichst viele auch beim Anbau helfen sollen. Bei dem Treffen der Kooperative werde dafür ein Kalender ausgelegt, in dem sich jeder für die benötigten Arbeitseinsätze eintragen kann. „Ich denke, mit drei Tagen Mitarbeit pro Jahr und Mitglied müssten wir hinkommen“, meint Thon. Auch hier gelte: „Jeder so wie er kann. Wir benötigen Hilfe auf dem Acker, aber auch bei der Buchführung und etwa beim Gemüseausfahren.“

Im Idealfall werde soviel Gemüse angebaut, wie verbraucht wird. Auf dem Hof solle aber auch eine Wirtschaftsküche aufgebaut werden, in der Überschüsse eingekocht werden können. „Im ersten Jahre wollen wir zum Beispiel neben Sauerkraut auch Tomatensauce herstellen für den Winter“, erklärt Thon.

Auf Infoveranstaltungen wirbt Thon derzeit für die Idee der Gemüsekooperative. Die nächste findet am heutigen Abend ab 19.30 Uhr im Diakonat Taucha in der Rudolf-Winkelmann-Straße 3 statt.

@ http://tinyurl.com/gemuesekoop-leipzig.

Jörg ter Vehn

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